BenQ-Mobile-Pleite : Mitarbeiter müssen Millionen zurückzahlen

Die Pleite des Handyherstellers BenQ Mobile könnte für viele Beschäftigte ein teures Nachspiel haben. 170 der 1300 entlassenen Beschäftigten sollen Sonderzahlungen in Millionenhöhe zurückzahlen.

München - 1300 Mitarbeiter haben wegen der Insolvenz von BenQ ihren Arbeitsplatz verloren, aber für 170 kommt es noch schlimmer: "Sie sollen laut Insolvenzverwalter Martin Prager insgesamt 5,2 Millionen Euro an Prämien und Sonderleistungen zurückzahlen, die sie kurz vor der Insolvenz im September erhalten haben", berichtete die "Süddeutsche Zeitung".

Prager sagte der Zeitung, bereits in den nächsten Tagen wolle er die Beschäftigten per Brief über die Rückforderungen informieren. Dabei gehe es um Sonderzahlungen für gute Leistungen und so genannte Bleibeprämien, die das Management von BenQ Mobile noch am 27. September 2006 nur zwei Tage vor dem Insolvenzantrag gezahlt habe. Laut Insolvenzordnung sei er als Verwalter verpflichtet, diese Gelder zurückzufordern, weil sie entweder zum Zeitpunkt der Auszahlung noch gar nicht fällig waren oder aber in Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit erfolgten. Das Gesetz verlange, dass kein Gläubiger bevorteilt wird. Genau dies sei aber in den 170 Fällen geschehen. Die Betroffenen hätten noch Geld erhalten, während andere Mitarbeiter, die beispielsweise Abfindungen vereinbart hatten, leer ausgingen. (tso/dpa)

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