Wirtschaft : Berger behält 5 Prozent an Beraterfirma

BERLIN (mo).Die Unternehmensberatungsgesellschaft Roland Berger & Partner wird nicht komplett an die Deutsche Bank verkauft.Dies stellte der Gründer und Miteigentümer Roland Berger am Freitag im Inforadio klar.Sowohl professionell wie auch wirtschaftlich bleibe die Unabhängigkeit der Beratungsfirma gewahrt, betonte Berger, der nach wie vor Vorsitzender der Geschäftsführung ist.Erst zum Jahreswechsel hatte der Unternehmensberater seine Beteiligung von rund 25 Prozent zugunsten der Deutschen Bank weiter - auf nur noch fünf Prozent - abgebaut.Mit seinen fünf Prozent besitzt Berger allerdings genausoviele Stimmrechte wie mit 25 Prozent.

Bereits 1987 beteiligte sich die Deutsche Bank - mit zunächst 24 Prozent - an dem Münchner Beratungshaus, das heute mit mehr als 35 Büros in 26 Ländern rund 1100 Mitarbeitern beschäftigt.1988 überließ Berger der Bank bereits 75,01 Prozent.Anfang dieses Jahres erklärte der mittlerweile 60jährige Unternehmens- und Politikberater, sich gegebenfalls frühzeitig von seinem Posten zurückziehen zu wollen.Bergers Vertrag als Vorsitzender der Geschäftsführung läuft noch bis zu seinem 65.Lebensjahr."Ich werde mich schon vorher zurückziehen, sollte sich rechtzeitig ein geeigneter Nachfolger profilieren und es Wunsch der Partner sein, " hatte Berger in einem Zeitungsinterview erklärt.Das hatte zu Spekulationen darüber geführt, was aus der restlichen Beteiligung von Berger wird.Gerüchte, denenzufolge die Deutsche Bank sich von ihrer Mehrheitsbeteiligung im Rahmen eines Management-Buy-Out trennen soll, weil sie sich angeblich mehr davon versprochen habe, bestätigten sich bislang nicht."Es gibt keine Absichten, sich von der Berger-Beteiligung zu trennen," erklärte Walter Schumacher von der Deutschen Bank auf Anfrage am Freitag.

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