BERLIN, aber oho : Babbel

Die Berliner Firma Babbel verkauft Onlinesprachkurse - und macht damit bereits im dritten Geschäftsjahr mehr als eine Million Euro Umsatz.

Morten Freidel
Die drei Babbel-Gründer: v.l. Lorenz Heine (39), Markus Witte (42) und Thomas Holl (37)
Die drei Babbel-Gründer: v.l. Lorenz Heine (39), Markus Witte (42) und Thomas Holl (37)Foto: Babbel

Chefs: Lorenz Heine (39), Markus Witte (42) und Thomas Holl (37)
Branche: Internet
Mitarbeiter: etwa 50
Umsatz: über eine Million Euro
Gründungsjahr: 2008
Firmensitz: Kreuzberg

Ein helles Großraumbüro, Kreative vor 20-Zoll-Bildschirmen. Beim Internetunternehmen Babbel ist vermutlich niemand älter als 35 Jahre. Babbel verkauft Onlinesprachkurse. Mit wenigen Klicks lernt der Nutzer Vokabeln oder ordnet Sätzen die richtige Übersetzung zu. Den Unterschied zu anderen Angeboten im Internet erklärt Mitgründer Markus Witte so: „Unsere Lernprogramme machen Spaß.“ Ursprünglich hatte Witte vor, zusammen mit den beiden anderen Gründern ein Musiktool zum Abmischen im Internet anzubieten. Dann aber wollte Mitgründer Lorenz eine Fremdsprache lernen. Im Internet war das nicht möglich. Also schlug er vor, selbst Onlinesprachkurse zu entwerfen. „Monatelang hab’ ich mir das angehört“, sagt Witte. „Ich hab’s nicht geschafft, die Idee zu unterdrücken.“ Vielleicht aber habe die Welt nicht unbedingt auf das nächste Musikertool gewartet. Auf den Sprachkurs von Babbel dagegen schon. Jahresumsatz: Über eine Million Euro. Und das erst im dritten Geschäftsjahr. In Zukunft will Babbel auch international expandieren.

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags im Tagesspiegel vor.

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