BERLIN, aber oho : Ben und Bellchen

Köstlichkeiten am Stiel: Zwei junge Berliner begeistern die Hauptstadt für einen Trend aus Amerika. In Frohnau entstehen tausende "Cake Pops" pro Woche.

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Isabel Eschenweck und Ben Hoffmeier (beide 26) sind "Ben und Bellchen".
Isabel Eschenweck und Ben Hoffmeier (beide 26) sind "Ben und Bellchen".Foto: Maris Hubschmid

Chefs: Isabel Eschenweck und Ben Hoffmeier (beide 26)
Branche: Handwerk
Mitarbeiter: 2
Gründungsjahr: 2011
Firmensitz: Frohnau

Bei einem Sprachkurs in London haben sie sie erstmals probiert. „Cake Pops“, aufwendig verzierte Kuchen am Stiel, kommen eigentlich aus Amerika – inzwischen verlassen wöchentlich an die 4000 Stück die kleine Backstube in Frohnau, die Isabel Eschenweck und ihr Freund Ben Hoffmeier im Keller seines Elternhauses eingerichtet haben. Von dort beliefern „Ben und Bellchen“ 15 Berliner Cafés und zahlreiche andere Abnehmer in Deutschland wie die Hamburger Delikatessenkette Mutterland. Bevor sie sich trauten, ihr eigenes Geschäft zu eröffnen, haben die zwei, die auch privat ein Paar sind, Kommunikationswissenschaften studiert. Der Erfolg kann aber nicht allein der gekonnten Vermarktung geschuldet sein. Für den Schoko-Mandel-Grundteig etwa verwendet Eschenweck ein Rezept ihrer Großmutter. Der zerkleinerte Kuchen wird mit hausgemachtem Gelee zu Kugeln geformt und in feine Kuvertüre getaucht. „Unsere hat einen besonders hohen Kakaoanteil – die haben wir lange gesucht“, sagt die 26-Jährige. Um die Verkaufsgenehmigung zu bekommen, hat Eschenweck einen Konditorkurs absolviert. Knapp drei Euro kosten die Pops, auch im eigenen Onlineshop. Und sind dann, sofern die Disziplin es zulässt, ungekühlt drei Wochen haltbar.



Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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