BERLIN, aber oho : Berliner Brandstifter

Hausgemacht liegt im Trend und Regionalität erst recht. Vincent Honrodt und die Idee mit Berliner Korn und Gin.

Thomas Walbröhl
Vincent Honrodt in der Produktionshalle
Vincent Honrodt in der ProduktionshalleFoto: promo

2006, im Vorfeld der Finanzkrise, hatte Vincent Honrodt es satt. Er hatte Wirtschaftskommunikation studiert und arbeitete gerade bei einer großen Agentur in Hamburg. „Ich hatte das Bedürfnis, etwas Haptisches zu machen, etwas, das man anfassen kann.“ Im Gespräch mit Australiern kam die Frage auf, was es an deutschen Spirituosen gäbe, die auch im Ausland bekannt sind. Außer dem deutschen Kräuterlikör fiel Honrodt nichts ein. Daraufhin habe er angefangen, die Marke Berliner Brandstifter aufzubauen. Seit 2009 stellt sein Unternehmen Berliner Korn und Gin her, aus regionalen Zutaten. Gurke, Malvenblüte, Holunder und Waldmeister kommen aus Weimar, gebrannt wird von einem Familienunternehmen in Alt Kaulsdorf. „Am Anfang haben wir rumexperimentiert, auch mit Pastinaken oder Klee. Ich habe mich dann für das entschieden, was ich auch selbst gern trinke.“ Bis die Erstauflage mit 1000 Flaschen unter die Leute gebracht war, musste Honrodt Klinken putzen bei Händlern, Gastronomen und Barbetreibern. Mittlerweile läuft das Geschäft: 20 000 Flaschen Gin und Korn hat das Unternehmen 2014 verkauft.

Chef: Vincent Honrodt (41)

Branche: Lebensmittel

Mitarbeiter: 6

Gründungsjahr: 2009

Firmensitz: Charlottenburg


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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