BERLIN, aber oho : Bogenhaus Optik

Mitten in Zehlendorf gibt es einen Familienbetrieb der modernen Art.

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Die Chefs bei Bogenhaus-Optik: Floriane (36) und Oliver Döring (39)
Die Chefs bei Bogenhaus-Optik: Floriane (36) und Oliver Döring (39)Foto: promo

Der Kassenzuschuss war weg, die Billigketten da: Es waren nicht die besten Zeiten für die Augenoptiker-Branche, als Floriane und Oliver Döring – damals noch nicht verheiratet – mit dem Optometrie-Diplom in der Tasche die Fachhochschule verließen. Also mussten sie das Beste daraus machen: Sie machten sich selbstständig. Ihr Glück war, dass im Bogenhaus im gutsituierten Düppel gerade eine Ladenfläche frei wurde: in Nachbarschaft von Ärzten, Apotheke und Supermarkt, mit Parkplätzen direkt vor der Tür. Ein Wagnis war es trotzdem, denn auch der beste Optiker ist nur so gut wie sein Angebot an Brillenfassungen und die Qualität seiner Messgeräte und Maschinen in der Werkstatt.

Die Dörings haben sich auf skandinavische Fassungen spezialisiert, die zeitlos modern und langlebig sind. Und auf schwierige Fälle, die im Fließbandbetrieb zu kurz kämen: Sportbrillen für Extremsportler zum Beispiel, die im Windkanal angepasst werden. Oder Gleitsicht-Kontaktlinsen, die ihre Vorzüge nur bei perfekter Anpassung ausspielen. Und Winkelfehlsichtigkeiten, die den Betroffenen auch ohne Schielen großen Kummer machen können. Der kann von Lernproblemen bei Kindern bis zu Kopfschmerzen und chronischer Müdigkeit bei Erwachsenen reichen. Als kleiner Betrieb leben die Dörings vor allem von Mundpropaganda und haben einen großen Kreis an Stammkunden.

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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