BERLIN, aber oho : Boxoffberlin

Vom Seecontainer zum Laden: Für das Boxoffberlin kam alles ganz anders als gedacht.

Luisa Degenhardt
Stephan Schmidt und seine Lebensgefährtin Ariana Mirza betreiben das Boxoffberlin Degenhardt
Stephan Schmidt und seine Lebensgefährtin Ariana Mirza betreiben das BoxoffberlinDegenhardt

Chefs: Ariana Mirza (46) und Stephan Schmidt (51)

Branche: Handel

Mitarbeiter: 2

Gründungsjahr: 2007

Firmensitz: Mitte

Eigentlich sollte alles ganz anders kommen. „Wir wollten ursprünglich einen Seecontainer umbauen und darin Kunst ausstellen“, erzählt Boxoffberlin-Gründer Stephan Schmidt. Weil sie dafür aber keine Genehmigung bekamen, eröffnete er mit einem Geschäftspartner notgedrungen den Laden in der Zimmerstraße zwischen Checkpoint Charly und Topographie des Terrors. Später holte Schmidt seine Lebensgefährtin Ariana Mirza mit ins Boot. Im Boxoffberlin verkaufen sie ungewöhnliche, von Berliner Produzenten gefertigte Andenken an die Hauptstadt: Daumenkinos, hölzerne Postkarten, Ghettoblaster aus Pappe oder Kissen mit untypischen Berlin-Motiven. Statt als klassischen Souvenirladen versteht Schmidt seinen Laden vielmehr als Ausstellungsfläche für die hiesige Kunstszene. „Wir sind eine Plattform für Produkte von Berliner Designern und Produzenten, die sich mit der Stadt beschäftigen“, sagt der Fotodesigner. Dass das Thema Kunst im Boxoffberlin großgeschrieben wird, spiegeln auch verschiedenste Fotobände über die Berliner Street Art und wechselnde Ausstellungen wider. Manchmal trauert Schmidt dem Container noch hinterher, aber nach knapp sechs Jahren macht ihm das Einzelhandelsgeschäft noch immer Spaß: „Wir kennen alle Produzenten und Künstler persönlich und freuen uns über Kunden aus aller Welt, die immer wiederkommen.“


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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