BERLIN, aber oho : Buddyguard

Nach einem Einbruch fehlen nicht nur Wertgegenstände - auch das Gefühl von Sicherheit ist futsch. Da wollen die Gründer von "Buddyguard" helfen: Mit einem Stück Technik, das aussieht wie ein Designobjekt.

Michael Pöppl
Buddyguard-Gründer Wouter Verhoog (28), Georg Platon (24), Herbert Hellmann (29, von l. nach r.) Foto: Michael Pöppl
Buddyguard-Gründer Wouter Verhoog (28), Georg Platon (24), Herbert Hellmann (29, von l. nach r.)Foto: Michael Pöppl

Nach einem Einbruch fehlt nicht nur das gestohlene Gut – Herbert Hellmann kennt das aus eigener Erfahrung. Vor allem das sichere Gefühl in der eigenen Wohnung sei verschwunden, sagt der Gründer des Start-ups Buddyguard. Zusammen mit Wouter Verhoog und Georg Platon hat er deshalb ein Sicherheitssystem fürs Zuhause erfunden. „Flare“ ist nur elf Zentimeter groß. Das kompakte Gerät wirkt an der Wand beinahe wie ein Designobjekt, 245 Euro soll es kosten.

Flare reagiert auf Geräusche, Bewegung und Wärme, kann aber auch Gesichter und Stimmen erkennen. Bei Einbruch schlägt es nicht nur lautstark Alarm, sondern kommuniziert per App oder Mail, es kann auch selbstständig die Polizei rufen. Die während der Abwesenheit aufgenommenen Daten werden verschlüsselt an eine datensichere Cloud gesendet und bei Nichtgebrauch wieder gelöscht.

Um die Privatsphäre muss man sich keine Sorgen machen: Die Bewohner selbst sowie autorisierte Personen oder Haustiere erkennt Flare automatisch und schaltet dann die Überwachung ab. Ihr Basiskapital konnten die Gründer per Crowdfounding sammeln, bei Kickstarter kamen in kurzer Zeit 161 000 Euro zusammen. Eine Seed-Round soll weitere 500 000 Euro einbringen, damit das intelligente Alarmsystem 2016 in Serie gehen kann.

Chefs: Wouter Verhoog (28), Georg Platon (24), Herbert Hellmann (29, von l. nach r.)

Branche: Technik

Mitarbeiter: 4

Gründungsjahr: 2015

Website: www.buddyguard.io

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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