BERLIN, aber oho : Café Bilderbuch

Im Café Bilderbuch treten abends Kleinkünstler auf.

Maximilian Vogelmann
Adelheid Gehringer, 62 (Inhaberin) und Cordula Engelmann, 48 (Geschäftsführerin)
Adelheid Gehringer, 62 (Inhaberin) und Cordula Engelmann, 48 (Geschäftsführerin)Maximilian Vogelmann

Chefs: Adelheid Gehringer (62, Inhaberin) und Cordula Engelmann (48, Geschäftsführerin)
Branche: Gastronomie
Mitarbeiter: 16
Umsatz: 398000 Euro
Gründungsjahr: 1997
Firmensitz: Schöneberg

Bücherregale, Plüschsofas, Kronleuchter: „Wir sind Berlins größtes Wohnzimmer“, sagt Adelheid Gehringer, Inhaberin des Café Bilderbuch. 250 Gäste haben Platz. Sie können Bücher mit nach Hause nehmen, aber auch selbst welche ins Regal stellen. „Manche kommen zum Essen, andere schreiben hier ihre Doktorarbeit“, sagt Gehringer. Abends treten Kleinkünstler auf, auch die Inhaberin steht manchmal auf der Bühne. Die Idee zu dem kuscheligen Konzept kam ihr vor 15 Jahren. Damals hatte sie bereits 32 Jahre lang als Sekretärin gearbeitet, war bereit für etwas Neues. „Eigentlich wollte ich einen kleinen Zeitungsladen aufmachen, in dem ich dann mit meinen Katzen sitzen und Kurzgeschichten schreiben konnte“, erinnert sie sich. Nun textet Gehringer für das „Akazienblatt“, eine Mischung aus Speisekarte, Programm und Stadtteilzeitung. Als sie die Räume des heutigen Cafés besichtigte, „machte es Zack“. Statt eines Ladens sollte es ein Café mit Flair werden. Die Einrichtung kaufte sie beim Trödler. Die ersten vier Jahre waren nicht leicht, erzählt die 62-Jährige. Schuld war der Sommer, in dem die Gäste draußen sitzen wollen, aber das ging damals noch nicht. Der Ausbau des Innenhofes habe sie gerettet. Die große Kunst sei nicht, ein Geschäft aufzumachen, meint Gehringer, sondern es zu halten.


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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