BERLIN, aber oho : Chargebox

Damit man allzeit erreichbar bleibt: Maximilian von Laer bringt die Handytankstelle nach Berlin.

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Maximilian von Laer stellt die "Chargebox" bereit.
Maximilian von Laer stellt die "Chargebox" bereit.Maris Hubschmid

Wem ist nicht schon einmal im denkbar ungünstigsten Moment der Handyakku abgestürzt? Das warnende Vibrieren kurz vor dem Exitus ist vielen Nutzern allzu vertraut. Eigentlich überraschend, dass nicht schon früher jemand auf die Idee gekommen ist, Handytankstellen zu bauen. Maximilian von Laer hat solche während seines Zivildienstes in Neu Delhi kennengelernt. „Ich dachte: Das ist die Lösung!“, sagt der ehemalige VWL-Student. Also hat er sich mit seinem Cousin Gunther, einem Maschinenbauer zusammengetan, und einen Apparat von 33 mal 35 mal 20 Zentimetern entwickelt, an dem fünf Ladekabel verschiedener Bauart befestigt sind. Den stellt der 25-Jährige in Mensen, Cafés und an anderen öffentlichen Plätzen auf. Jeder, der vorbeikommt, darf sein Gerät anschließen. Finanziert wird die Chargebox nicht von den Nutzern oder Cafébetreibern, sondern über Werbung. Für 80 Euro im Monat können Sponsoren ihr Logo über der Mini-Tankstelle leuchten lassen. Schon in zehn deutschen Städten hat Laer Handytankstellen installiert. In Berlin sind es derzeit 25. Sie stehen zum Beispiel in der TU, der Humboldt-Universität, in Bars in der Simon-Dach-Straße und bei der Hostelkette A&O.

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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