BERLIN, aber oho : Colorblind Patterns

Schwarz-weiß sind seine Entwürfe. Taschen, Fenster, Turnbeutel, Fliesen, Möbel – all das verziert Daniel Arab mit seinem kühlen, grafischen Design.

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Daniel Arab sieht die Welt schwarz-weiß. Zumindest, wenn er seine grafischen Muster entwirft.
Daniel Arab sieht die Welt schwarz-weiß. Zumindest, wenn er seine grafischen Muster entwirft.Foto: Jessica Tomala

Schwarz-Weiß ist sein Geschäft. Daniel Arab bedruckt nicht nur Stoffposter mit grafischen Mustern, die er für 24 Euro in seinem Geschäft „Colorblind Patterns“ im Wedding und in der Brunnenstraße 162 im Bezirk Mitte anbietet. Der gebürtige Münchner, der im Libanon aufwuchs, bedruckt auch Taschen und Turnbeutel. Sogar Fenster, Küchenfliesen oder Möbelstücke verziert der 31-Jährige mit seinen Mustern. Angefangen hat alles vor drei Jahren, als er als Kommunikationsdesigner den Auftrag bekam, eine Visitenkarte zu gestalten. „Ich konnte gar nicht damit aufhören, mir neue Muster in Schwarz-Weiß zu überlegen“, sagt Arab, der seine Heimat während des zweiten Libanonkrieges im Jahr 2006 verließ. Seine Inspiration kommt aber immer noch aus dem Nahen Osten: „Die Kalligrafie, die orientalische Architektur und natürlich die einzigartigen arabischen Fliesen – das alles kommt bei mir zusammen.“ Im Geschäft unterstützt wird er von seiner Familie. Seine Mutter näht die Taschen und Kissenbezüge für „Colorblind Patterns“. Die liegen preislich zwischen 30 und 45 Euro. Gemeinsam mit der Kommunikationsdesignerin Thekla Priebst entwickelte Arab auch ein „Colorblind Kaleidoskop“, das natürlich sowohl innen als auch außen in Schwarz und Weiß gehalten ist. „Man kann aber auch mit eigenen Gegenständen zu mir kommen. Die gestalte ich dann individuell“, sagt Arab.

Chef: Daniel Arab (31)

Branche: Einzelhandel

Mitarbeiter: keine

Gründungsjahr: 2012

Firmensitz: Antwerpener Str. 46, Wedding


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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