BERLIN, aber oho : Cosmomusivo Mosaik

Svenja Teichert und Guiseppe Fornasari leiten in Berlin ein Atelier für Mosaikkunst. Gelernt haben die beiden das Handwerk nach alter Tradition in Italien.

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Svenja Teichert (43), Guiseppe Fornasari (48)
Svenja Teichert (43), Guiseppe Fornasari (48)Foto: cne

Chefs: Svenja Teichert (43), Guiseppe Fornasari (48)
Branche: Handwerk
Mitarbeiter: 2 Freie
Gründungsjahr: 1996
Firmensitz: Kreuzberg

Mit einem Hammer zerteilt Guiseppe Fornasari grüne Steinchen in kleinere Stücke, legt sie dann auf das Papier vor sich. Auf dem hat er zuvor das Muster aufgezeichnet, dass er mit dem Mosaik nachbilden will. Zusammen mit Svenja Teichert führt Fornasari im Aufbauhaus am Moritzplatz in Kreuzberg ein Atelier für Mosaikkunst. Gelernt haben die beiden das Handwerk nach alter Tradition während einer dreijährigen Ausbildung in Spilimbergo im Norden Italiens. Seit 1995 fertigen sie in Berlin im Auftrag von Architekten und Privatleuten Mosaike aus Glas- oder Marmorsteinen – zum Beispiel für Fußböden, Tischplatten oder als Wandfries. „Wir recherchieren so lange, bis wir die richtigen Steine finden“, sagt Teichert. So war es auch bei einem Auftrag für das Neue Museum, für das sie ein Fußbodenmosaik aus Schlesischem Marmor gefertigt haben. Es sei eine Herausforderung, sagt Teichert, dass ihre Werke meist Jahrzehnte überdauern. „Das Muster darf nicht nur eine Mode sein“, sagt sie. Zwischen 800 und 900 Euro kostet ein Mosaik aus ihrer Werkstatt in der Regel pro Quadratmeter.


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags im Tagesspiegel vor.

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