BERLIN, aber oho : Deimel Guitarworks

Frank Deimel fertigt Gitarren - zu seinen Kunden gehören Bands wie Tocotronic oder Fehlfarben.

Maximilian Vogelmann
Frank Deimel
Frank DeimelMaximilian Vogelmann

Chef: Frank Deimel (44)
Branche: Handwerk
Mitarbeiter: 2
Umsatz: 100000 Euro
Gründungsjahr: 1998
Firmensitz: Schöneberg

E-Gitarren-Klänge dröhnen durch die kleine Ladenwerkstatt. Frank Deimel testet gerade ein fertiggestelltes Instrument. An den Wänden hängen weitere Gitarren in den verschiedensten Formen und Farben. Zwischen 60 und 80 Stunden Handarbeit stecken in einem Stück. Jede Gitarre ist hier ein Unikat. Billig sind Deimels Sonderfertigungen nicht, die Preise beginnen bei 2300 Euro. „Dafür passen wir aber zum Beispiel auch den Hals der Gitarre genau auf die Handform des Musikers an“, sagt Deimel, zu dessen Kunden auch bekannte Musiker wie etwa die Bands Tocotronic oder Fehlfarben gehören. Von seinem Laden könne er gut leben, sagt Deimel. Gerade Berlin sei ein guter Standort für Gitarrenbauer, schließlich gebe es hier unzählige Bands. Seine erste Gitarre baute Deimel bereits mit 16 Jahren. „Mein Bruder hat damals eine kaputte E-Gitarre angeschleppt“, erzählt er. Die machte er im Bastelkeller seiner Eltern wieder fit – und verliebte sich in die Verschmelzung von Form, Technik und Klang.

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags im Tagesspiegel vor.

0 Kommentare

Neuester Kommentar