BERLIN, aber oho : Drybar

Sascha Stolic betreibt in Charlottenburg eine Föhnbar: Bei ihm werden die Haare der Kunden gewaschen und frisiert - aber nicht geschnitten.

von
Sascha Stolic
Sascha StolicFoto: promo

Chef: Sascha Stolic (41)
Branche: Handwerk
Mitarbeiterinnen: 6 Festangestellte
Grünungsjahr: 2012
Firmensitz: Charlottenburg

Früher hätte man das, was Sascha Stolic in seiner Drybar anbietet, ganz altmodisch „Waschen und Legen“ genannt. Und sich darüber gewundert, dass es dafür einen eigenen Salon gibt. In den Räumen am Walter-Benjamin-Platz in Charlottenburg wird das Haar der Kundinnen gewaschen und frisiert, aber keinen Zentimeter gekürzt. „Die einzige Schere in unserem Salon liegt im Verbandskasten“, sagt der Geschäftsführer. Die verschiedenen Frisuren sind nach Cocktails benannt, der Einheitspreis liegt bei 35 Euro. Für den Metropolitan wird das Haar zum Beispiel geglättet und bekommt ein wenig mehr Volumen, der Cosmopolitan verwandelt auch dünne Strähnen in ein Lockenmeer. Die Verwandlung dauert rund 45 Minuten, sie hält bis zu vier Tage.

Das Prinzip Föhnbar – im Englischen Blow Dry Bar – haben Stolic und seine Frau auf ihren Reisen durch Nordamerika und Großbritannien kennengelernt. „Dort gönnen sich viele Frauen diese Behandlung mehrmals im Monat“, erzählt der Chef. In die erste Berliner Föhnbar kommen bislang täglich 15 bis 20 Kunden, freitags und samstags sind es noch mehr. Jeder zehnte Besucher ist übrigens männlich, lässt sich die Haare waschen und massieren oder die Augenbrauen zupfen.

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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