BERLIN, aber oho : Foto-Ambulanz

Olaf Pauschkus kennt sich mit alten Fotokameras aus. Wenn die Hersteller für Geräte keine Ersatzteile mehr haben, fertigt er sie selbst.

Ulrich Goll
Olaf Pauschkus (51)
Olaf Pauschkus (51)Foto: Ulrich Goll

Olaf Pauschkus' Beruf führt ihn oft in die Vergangenheit. Der Feinmechaniker repariert seit einem Vierteljahrhundert Fotogeräte, Objektive und alte Projektoren. Dabei beherrscht er sowohl die neue digitale Technik als auch die alte: Der Holzverschluss einer kaiserzeitlichen Balgenkamera ist ihm nicht fremd. „Selbst wenn ein Hersteller keine Teile mehr hat und sie ablehnt, kann ich das noch hinkriegen“, sagt Pauschkus. Im Zweifel fertigt er Schrauben oder Federn einfach selbst an. Viele junge Leute kommen mit Digitalkameras zu ihm, aber auch mit analoger Technik vom Flohmarkt oder den Eltern. Oft zeigt der fotobegeisterte Berliner bei der Rückgabe, wie sie bessere Aufnahmen erzielen können. Für eigene Fotos bleibt ihm nur wenig Zeit.

Die Nachfrage für seine Dienste ist groß, auch weil der Markt kaum Anbieter kennt. Kunden müssen deshalb manchmal bis zu vier Wochen auf die Fertigstellung warten. Notfallaufträge von Touristen oder Berufsfotografen zieht Pauschkus vor.

Chef: Olaf Pauschkus (51)

Branche: Fotografie

Mitarbeiter: 1

Gründungsjahr: 2006

Firmensitz: Großbeerenstr. 28b, Kreuzberg

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