BERLIN, aber oho : Fußfetifisch

Im Fußfetifisch machen sich Fische über die Füße der Kunden her und knabbern abgestorbene Hautzellen ab. Die Haut soll dadurch glatt und weich werden.

Luisa Degenhardt
Vanessa Hopf
Vanessa HopfFoto: Luisa Degenhardt

Chef: Vanessa Hopf (28) und Dominik Eisele (30)
Branche: Kosmetik
Mitarbeiter: 2
Gründungsjahr: 2011
Firmensitz: Prenzlauer Berg

Anfangs ist es kaum auszuhalten, so stark kitzelt es, doch die Füße gewöhnen sich schnell daran. Im Fußfetifisch in der Danziger Straße machen sich jeweils 60 Rötliche Saugbarben in acht Becken über die Füße der Kunden her und knabbern abgestorbene Hautzellen ab. Bei regelmäßiger Anwendung soll die Haut glatt und weich werden, außerdem geben sie ein Enzym ab, das die Hornhautbildung reduziert. Die Idee haben Vanessa Hopf und Dominik Eisener aus England mitgebracht, wo die tierische Pediküre weit verbreitet ist. Nach der ersten Eröffnung im Juli 2011 gab es Probleme mit den Behörden. „Drei Monate haben wir debattiert, im Oktober 2011 durften wir unter strengen Auflagen doch wieder eröffnen“, sagt Hopf. Pro Tag dürfen die Fische nicht länger als zwei Stunden knabbern. Nach jeder Anwendung gibt es eine Stunde Ruhezeit. Ein Fischtierarzt sieht regelmäßig nach den Tieren, die die Besitzer über einen Berliner Händler beziehen und jährlich austauschen, weil sie sonst zu groß werden. „Den Fischen geht es gut“, sagt Hopf, „wenn sie nicht glücklich sind, knabbern sie auch nicht.“ 

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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