BERLIN, aber oho : Goecke und Farenholtz

In der Meisterwerkstatt von Christophorus Goecke und Bernhard Farenholtz werden Klaviere, Flügel und Cembali repariert und historische Tasteninstrumente restauriert.

von
Christophorus Goecke
Christophorus GoeckeAnika Kreller

Chefs: Christophorus Goecke (51), Bernhard Farenholtz (50)
Branche: Handel/Handwerk
Mitarbeiter: 8
Umsatz: 700000 Euro
Gründungsjahr: 1993
Firmensitz: Prenzlauer Berg

Still und fein arbeiten die Klavierbauer in der Meisterwerkstatt. Mit einer Pinzette wird der Filz unter den Tasten zurechtgerückt, mit sanften Bewegungen der Lack an einem Pianostuhl erneuert. Im Raum nebenan stehen Instrumente zwischen 1500 und 150 000 Euro zum Verkauf: Klaviere, Flügel und ein leuchtend blaues Cembalo, das Christophorus Goecke nach alten Plänen gebaut hat. Er ist in einer Kirchenmusikerfamilie groß geworden, als Jugendlicher entdeckte er seine handwerkliche Seite. „Hier kann ich alles verbinden“, sagt er. Seinen Partner lernte er bei Bechstein kennen, wo beide als leitende Meister angestellt waren. Als die Firma die Produktion in Berlin einstellte, machten sie sich selbstständig mit der Reparatur und dem Verkauf von neuen und gebrauchten Instrumenten. Rund 50 stehen den Kunden zur Auswahl, Goecke hilft, „zu finden, was sie inspiriert und stimuliert.“ Die Klavierbauer der Werkstatt haben sie selbst ausgebildet. An Nachwuchs mangelt es nicht: „Wir haben mehr Anfragen, als wir einstellen können“, sagt Goecke.

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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