BERLIN, aber oho : Grammophon-Salon Schumacher

Ulrich Goll
Chefs: Alf (56) und Kirsten (52) Schumacher
Chefs: Alf (56) und Kirsten (52) Schumacher

Alf Schumacher lernte in seiner Jugend in den Siebzigern die Musik der Vorkriegszeit lieben. Sein Vater hatte ein altes Grammophon samt Platten nach Hause gebracht: „Ich war damals gerne in der Tanzschule. Da entdeckte ich, dass man zu der alten Musik sehr gut tanzen kann“, sagt der 56-Jährige. Seit mehr als zehn Jahren betreibt der Berliner mit seiner Frau ein Geschäft für Schellackplatten und Grammophone in Schöneberg. Schumacher kennt die Vorteile der alten Technik: Durch ihren mechanischen Kurbelantrieb verbrauchen die Grammophone keinen Strom und können leicht repariert werden. Besonders die kompakten Picknickgeräte ohne Trichter verkauften sich gut: „Mit denen sind die Leute in den 1920ern ins Grüne gefahren“, sagt Schumacher. Auf Anfrage legt er sein Plattenrepertoire auf. Oft wird er für 1920er- Jahre-Partys gebucht: „Wenige kennen die Musik gut genug, um sie auflegen zu können“, sagt Schumacher. Einen Onlineshop hat er nicht. Seine Platten verkauft der Berliner im Netz über seinen Ebay-Account grammo24.Ulrich Goll

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

ANZEIGE

0 Kommentare

Neuester Kommentar