BERLIN, aber oho : Gut eingefädelt

Andrea von Seggern hat ein Modelabel - für Küchenschürzen.

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Andrea von Seggern
Andrea von SeggernFoto: Carla Neuhaus

Chef: Andrea von Seggern (46)
Branche: Mode
Mitarbeiter: 1
Umsatz: keine Angaben
Gründungsjahr: 2010
Firmensitz: Schöneberg

„Die Schürze wird zu Unrecht unterbewertet“, sagt Andrea von Seggern. Dabei sei es ein modisches Kleidungsstück. Vor zwei Jahren hat die gelernte Modedesignerin und studierte Architektin sich mit ihrem Schürzenlabel „gut eingefädelt“ selbstständig gemacht. „Es ist ein sehr einfaches Produkt, das sich schnell wandeln lässt“, sagt sie. Über ihre Schürzen ranken sich Magnolien oder Klatschmohn, sie sind mit Rüschen, bunten Blättern oder Schmetterlingen verziert. Neben der klassischen Küchenschürze hat sie mittlerweile auch welche für die Gartenarbeit entworfen – mit Steckfächern für Handschuhe und Gartenschaufel. „Damit kann ich gleich auf beide Trends eingehen: das Kochen und das Gärtnern“, sagt von Seggern. Gut 40 verschiedene Modelle hat sie mittlerweile im Angebot. Die Prototypen näht sie selbst im kleinen Atelier ihrer Schöneberger Wohnung. Die Serienfertigung übernimmt eine Neuköllner Näherei. Von Seggern verkauft ihre Schürzen über ihren eigenen Onlineshop und einzelne Fachgeschäfte in ganz Deutschland. Auf Nachfrage entwirft sie auch Sondermodelle. So hat sie zum Beispiel für die Kellner eines Restaurants in Kreuzberg eine eigene Schürze entworfen.


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags im Tagesspiegel vor.

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