Berlin, aber oho : Gutes tun und Geld verdienen

Zwei Berlinerinnen verkaufen Schmuck aus Thailand und Mexiko und unterstützen damit die Menschen vor Ort.

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Kathrin Ebel will den Produzenten vor Ort helfen, unabhängiger von Spendengeldern zu werden. Foto: cne
Kathrin Ebel will den Produzenten vor Ort helfen, unabhängiger von Spendengeldern zu werden.Foto: cne

Chefinnen: Kathrin Ebel (28), Dorothea Schrimpe (30)
Branche: Schmuckhandwerk
Mitarbeiter: 3
Gründungsjahr: 2011
Firmensitz: Kreuzberg

Kathrin Ebel und Dorothea Schrimpe wollen etwas Gutes tun und damit Geld verdienen. Unter ihrem Label „Umiwi“ vertreiben sie Schmuck, der in Zusammenarbeit mit Hilfsprojekten hergestellt wird: In Thailand lassen sie bunte Armreifen aus Mangoholz fertigen, in Mexiko Silberohrringe mit Anhängern aus regionaler Schafswolle. „Die Menschen dort sollen unabhängiger von Spendengeldern werden“, sagt Ebel. Sie wollten ihnen eine Perspektive geben und ihre Eigenständigkeit fördern. Kennengelernt haben sich Ebel und Schrimpe 2007, als sie ein Hilfsprojekt in Thailand unterstützt haben. Als sie vier Jahre später beide nach Berlin zogen, gründeten sie – noch während des Studiums – ihr Schmucklabel. Heute verkaufen Ebel und Schrimpe die Armreifen aus Thailand und die Ohrringe aus Mexiko im eigenen Onlineshop, über Fair-Trade-Läden und kleine Modeläden in ganz Deutschland. Derzeit stecken sie in den letzten Vorbereitungen für die Berlin Fashion Week: Bei der Ethical Fashion Show werden sie kommende Woche zum ersten Mal mit einem Stand vertreten sein.

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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