BERLIN, aber oho : Heimzucht

Nina Jacquemard hat früher Second-Hand-Kleidung verkauft. Seit 2006 bietet sie ausgefallene Mode von verschiedenen Designern und Labels in ihrem Laden "Heimzucht" an.

Luisa Degenhardt
Von Second-Hand-Kleidung hat Nina Jacquemard auf Labels und Designer umgestellt.
Von Second-Hand-Kleidung hat Nina Jacquemard auf Labels und Designer umgestellt.Degenhardt

Chef: Nina Jacquemard (35)

Branche: Handel

Mitarbeiter: 5

Gründungsjahr: 2004

Firmensitz: Prenzlauer Berg

„Ich bin nach Berlin gegangen, um etwas Eigenes auf die Beine zu stellen“, sagt Nina Jacquemard. Seit 2006 verkauft sie ausgefallene Kleidung und Accessoires für den kleinen Geldbeutel von verschiedenen Designern und Labels, auch aus Berlin. Dem Namen Heimzucht liegt der Gedanke zugrunde, Sachen zu verkaufen, die zu Hause hergestellt werden. Weil Jacquemard ihre Waren nicht rechtzeitig zur Ladeneröffnung bestellt hatte, musste sie kurzerhand auf Kleidung zurückgreifen, die sie selbst mit Siebdruckverfahren verschönerte, um die Regale zu füllen. Dem möchte sie sich auch künftig wieder widmen, wenn sie neben Kind und Laden mehr Zeit hat. Die 35-Jährige besitzt den Laden seit 2004, bis 2006 verkaufte sie dort Second-Hand-Mode. In der Mittagspause fand sie an einem Laternenpfahl einen Zettel, auf dem das Geschäft zur Übernahme angeboten wurde. „Wäre mir etwas anderes über den Weg gelaufen, hätte ich das gemacht“, meint Jacquemard. Anfangs lief das Second- Hand-Geschäft gut, „man konnte eine gebrauchte Schiesser-Unterhose für zehn Euro verkaufen“. Im Sommer eröffnet Nina Jacquemard eine Heimzucht-Filiale in Konstanz. Auch die wird unter dem Motto „Aussehen wie auf dem roten Teppich, aber sich fühlen wie im Trainingsanzug“ stehen.

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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