BERLIN, aber oho : Hipster-Taschen

Der Jutebeutel ist das Markenzeichen des Berliner Hipsters. Bedruckt werden die Taschen zum Beispiel bei Mad in Berlin, aus 500 Motiven können die Kunden dort wählen.

Luisa Degenhardt
Yossi Esman bedruckt Jutebeutel
Yossi Esman bedruckt JutebeutelFoto: Luisa Degenhardt

Chef: Yossi Esman
Branche: Handel/Handwerk
Mitarbeiter: 10
Gründungsjahr: 2007
Firmensitz: Friedrichshain

Der Jutebeutel wurde in den vergangenen Jahren zum Sinnbild für den „Berliner Hipster“. Daran war Yossi Esman nicht ganz unbeteiligt. „Wir sind mit weit über 500 Motiven für Jutebeutel die Spezialisten“, sagt Esman. Mit seinen Mitarbeitern bedruckt er seit dem Jahr 2007 in der Revaler Straße „alles was nicht schnell wegrennen kann“, hauptsächlich jedoch Textilien. Mad in Berlin verwendet die verschiedensten Drucktechniken, um neben den Beuteln T-Shirts, Buttons oder auch mal Unterhosen zu verschönern. Außerdem können die Kunden selbst Motive abgeben, die dann auf Textil gebracht werden. Zu Esmans Kunden zählen Firmen wie Vodafone oder Zalando, er druckt aber auch schon ab einem Exemplar. In die Großproduktion würde er nie gehen, da er den Menschenkontakt brauche. „Wir beraten eine alte Frau mit genauso viel Liebe, wie Konzerne, die 5000 T-Shirts bestellen“, sagt der gelernte Kfz-Techniker. Das Druckereihandwerk habe er sich mühsam selbst beigebracht. Fast alle Motive werden von Künstlern entworfen, mit denen Esman zusammenarbeitet. Durch Weiterempfehlungen von Touristen sei Mad in Berlin mittlerweile schon weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt.

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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