BERLIN, aber oho : Kadó

Ilse Böge nascht am liebsten Lakritz: In ihrem Laden verkauft sie davon gut 400 verschiedene Sorten.

Celine Kempen/Lioba Kleeberg
Ilse Böge
Ilse BögeLioba Kleeberg

Chef: Ilse Böge (48)
Branche: Handel
Mitarbeiter: 6
Gründungsjahr: 1997
Firmensitz: Kreuzberg
Das Geschäft von Ilse Böge hat etwas von einem Tante-Emma-Laden. In den Regalen hinter der Theke reihen sich Glasbehälter aneinander, bis obenhin gefüllt mit Lakritz. Lakritzschnecken, rot-gefärbte Lakritzringe, mit Salmiak gefüllte Lakritzdrops: Rund 400 verschiedene Sorten hat Böge im Angebot. Ihr Lakritz kommt teils aus fernen Ländern, von Island bis Sizilien, schmeckt mal süß-mild, mal kräftig salzig. Böge ist gebürtige Ostfriesin, das schwarze Naschzeug aus ihrer Kindheit hat sie nach ihrem Umzug nach Berlin lange vermisst. „Als ich hierherkam, habe ich mich gefragt, warum es hier kein anständiges Lakritz gibt?“, sagt sie. So kam sie auf die Idee, selbst Lakritz zu verkaufen – erst auf dem Wochenmarkt, seit 1997 im eigenen Laden im Graefekiez. Immer wieder denkt sie sich neue Kreationen aus wie Lakritzdrops mit Zimt- oder Ingwergeschmack, die sie dann eigens für ihren Laden herstellen lässt.

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags im Tagesspiegel vor.

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