BERLIN, aber oho : Leder- und Indianer-Hobby

Biker, Bastler und Sadomaso – in der Sattlerei von Axel Rathmann dreht sich alles ums Leder.

Thomas Walbröhl
Axel Rathmann
Axel RathmannThomas Walbröhl

Ein schweres Motorrad parkt vor dem Laden. Drinnen riecht es nach Leder. Axel Rathmanns Geschäft für Sattlereibedarf ist eine Kombination aus Ausstellung, Bastelecke, Bikertreff-Büro und Werkstatt. Rathmann fertigt Gürtel und Brieftaschen, stanzt Nieten ein, trennt bei schweren Motorrad-Satteltaschen Nähte auf und vernäht sie wieder. Auch Masken, wie sie im venezianischen oder brasilianischen Karneval üblich sind, hat er schon für den Berliner Karneval der Kulturen hergestellt. Am besten gehen Gürtel. In der Vitrine liegen aber auch aufwendig gestaltete Leder-Portemonnaies für 380 Euro. Den Laden hat Rathmann seit Jahrzehnten. „Früher waren Alliierte hier, darunter ein Freund, der Lederprägen als Hobby hatte. “Dazu kam noch das Motorrad-Hobby. Das brachte Rathmann darauf, selbst einen Laden einzurichten. Jetzt träumt er von einem Bistro im Geschäft. Das könnte recht bunt werden. Denn viele seiner Kunden sind Biker, andere sind Bastler, es gibt aber auch Lederfreunde aus der Sadomaso-Szene.

Chef: Axel Rathmann

Branche: Sattlereibedarf

Mitarbeiter: 1

Gründungsjahr: 1986

Firmensitz: Seestraße 103, Wedding

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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