BERLIN, aber oho : Maugold

Klein und rund, silber oder vergoldet - Malgorzata Jankowska stellt in Handarbeit Armbänder, Ketten und Ringe aus Industrie-Muttern her.

Janina Schreiber
Das Armband kostet Malgorzata Jankowska acht Stunden Arbeit.
Das Armband kostet Malgorzata Jankowska acht Stunden Arbeit.Foto: Janina Schreiber

Mit einem kaputten Rad an der Vespa habe alles angefangen. Beim Wechseln seien Malgorzata Jankowska die verrosteten Muttern und Schrauben in die Hände gefallen. „Es hat mich nicht mehr losgelassen. Mir gefielen die Kleinteile so gut, dass ich anfing, damit Schmuck zu basteln“, sagt die 32-Jährige.

Eine feste Stelle oder Schmuckdesign?

Innerhalb von vier Wochen habe sie genügend Ketten, Armbänder und Ringe hergestellt, dass es zu einem ganzen Marktstandsortiment reichte. Das war im Herbst 2012. Ein halbes Jahr später habe die studierte Stadtplanerin und Landschaftsarchitektin vor der Entscheidung gestanden: Eine feste Stelle im studierten Fach oder Schmuckdesign? „Jetzt oder nie“, erzählt Jankowska von ihrer Entscheidung sich mit ihrem eigenen Schmucklabel selbstständig zu machen.

Schmuckstücke neben Schals, Pullover und Shirts

Seitdem hat sich viel getan. Die aus Messing oder Edelstahl gefertigten Stücke stellte Jankowska gut zwei Jahre lang in den alten Hallen einer Brauerei in Pankow her. Nun hat sie sich mit einer Modedesignerin zusammengetan. Seit 2015 sind die Schmuckstücke neben Schals, Pullover und Shirts in einem kleinen Laden in der Nähe des Kollwitzplatz zu haben, wo die Designerin ihre Produkte auch herstellt. Vergoldet oder in Kombination mit Leder: Die Preise variieren zwischen 29 Euro für silberne Ohrringe und 219 Euro für ein vergoldetes Armband. Dafür habe sie bis zu acht Stunden Arbeit.

Chef: Malgorzata Jankowska (32)

Branche:Schmuckdesign

Mitarbeiter: Keine

Gründungsjahr: 2012

Firmensitz: Kollwitzstraße 74, Prenzlauer Berg

Website: www.maugold.de

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