BERLIN, aber oho : Meine Spielzeugkiste

Florian Spathelf und Julia Derndinger verleihen Spielzeug übers Internet.

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Florian Spathelf (27) gefällt die Idee, Umwelt und Geldbeutel zu schonen. Foto: Maris Hubschmid
Florian Spathelf (27) gefällt die Idee, Umwelt und Geldbeutel zu schonen.Foto: Maris Hubschmid

Chefs: Florian Spathelf (27), Julia Derndinger (36)
Branche: Spielwaren
Mitarbeiter: 3
Gründungsjahr: 2011
Firmensitz: Prenzlauer Berg

„So was wie Carsharing“, sagt Florian Spathelf, so was habe er auch machen wollen. Die Idee, dass viele Nutzer sich etwas teilen, um Umwelt und Portemonnaie zu schonen, fand er von Anfang an Klasse. Dann traf er Julia Derndinger. „Die wollte immer was mit Spielzeug machen.“ So entstand „Meine Spielzeugkiste“, bei der sich Eltern seit Januar hochwertiges Spielzeug für Ein- bis Vierjährige über das Internet mieten können. Das geht so: Auf www.meine-spielzeugkiste.de werden zwischen zwei und sechs Teile ausgewählt, je nach Zahl der Spielzeuge kostet die Kiste dann 14, 24 oder 34 Euro pro Monat. Für 14 gibt es zum Beispiel ein Brio Eisenbahnset aus Holz und einen Hüpfelefanten. Das Spielzeug darf beliebig lange behalten werden. Danach wird es in den Sozialbetrieben Reinickendorf, wo das Unternehmen sein Lager hat, gereinigt und luftdicht verpackt. Wenn sich ein Kind partout nicht trennen will, kann die Familie Bauklotz und Co. zu einem vergünstigten Preis übernehmen. Um Tränen zu vermeiden, suchen der 27-jährige Spathelf und seine 36-jährige Geschäftspartnerin die Artikel aber sehr bewusst aus. „Puppen bieten wir nicht an, denn eine Puppe ist ein Freund, den gibt man nicht zurück.“ Anders die kleine Holzeisenbahn, wenn dafür mit der nächsten Kiste ein Feuerwehrauto anrollt.

Berlin hat gut 160000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags im Tagesspiegel vor.

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