Berlin, aber oho : Payet & Hartmann

Katja Hartmann un Gisela Gauer schneidern Kleidung ohne Schablone.

Annika Waymann
Gisela Gauer (links), Katja Hartmann Annika Waymann
Gisela Gauer (links), Katja HartmannAnnika Waymann

Chefs: Gisela Gauer (44), Katja Hartmann (36)
Branche: Handwerk
Mitarbeiter: 3
Umsatz: 25000 bis 30000 Euro
Gründungsjahr: 2008
Firmensitz: Mitte

Drei Monate lang hat Katja Hartmann bei einem Schneider in Indien gelernt, wie man Hemden und Hosen ohne Schnittmuster näht. Normalerweise fertigen Schneider vor dem Zuschneiden erst eine Papierschablone an. Nach der indischen Methode zeichnet Hartmann dagegen die Umrisse direkt auf den Stoff. Sie und ihre Geschäftspartnerin Gisela Gauer nähen in ihrem Atelier in den Josetti-Höfen Männermode nach Maß, vor allem Hemden. Egal ob jemand einen Bauch, hängende Schultern oder kurze Arme hat, die beiden Frauen finden eine Lösung. „Die Figur kann man nicht ändern, aber man kann dafür sorgen, dass jemand besser aussieht“, sagt Katja Hartmann. Bei Frauen sei es dagegen kompliziert. „Frauen brauchen einen Chirurgen, keinen Schneider. Die stehen vorm Spiegel und finden sich hässlich“, meint Hartmann. Für Männer mit Hund hat sich Hartmann etwas Besonders einfallen lassen: Nach Wunsch näht sie für den Vierbeiner einen Hundekragen passend zum Hemd des Herrchens.

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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