BERLIN, aber oho : Pflegeagenten

Zwei Berliner vermitteln bundesweit Pflegekräfte, die auf der Suche nach einer fair bezahlten Beschäftigung sind.

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Ronny Lamek und Jamel Abderrahmane sind die Pflegeagenten.
Ronny Lamek und Jamel Abderrahmane sind die Pflegeagenten.Foto: Maris Hubschmid

Chef: Ronny Lamek (Foto links, 35) und Jamel Abderrahmane (31)
Branche: Dienstleistungen
Mitarbeiter: 3
Gründungsjahr: 2010
Firmensitz: Friedrichshain

Jamel Abderrahmane weiß, wovon er redet: Er war selber lange Pfleger. Der junge Mann entschied sich damals für das freiberufliche Arbeiten – empfand die ständige Jobsuche aber als mühsam. „Es gibt einen großen Bedarf. Trotzdem kostet es jedes Mal viel Zeit, eine Anschlussbeschäftigung zu finden“, sagt er. Ronny Lamek ist gelernter Werbekaufmann. Er befand: „Das müsste man mal professionell angehen.“ Seit drei Jahren nun vermitteln die Freunde freiberufliche Pflegekräfte. Inzwischen zählen sie deutschlandweit 1000 Pfleger und Pflegerinnen in ihrer Kartei. Die vermitteln sie an Krankenhäuser und Pflegeheime. „Man kann als freiberuflicher Pfleger gutes Geld verdienen, um die 26 Euro pro Stunde – und selbst entscheiden, wann und wie viel man arbeiten will“, sagt Abderrahmane. Neuerdings betreuen die Pflegeagenten auch Pflegekräfte, die sich eine Festanstellung zu fairen Bedingungen wünschen. Wie Schauspielagenten kassieren sie bei erfolgreicher Vermittlung eine Provision, die der Arbeitgeber übernimmt. „Alle profitieren“, sagt Lamek.


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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