BERLIN, aber oho : Pies & Love

Manuel Niazi und Tammo Mamedi backen Pies und verkaufen sie auf Berliner Märkten. Noch ist das ein Nebenerwerb - in ein bis zwei Jahren soll es ihr Beruf sein.

Lukas Wohner
Pies & Love
Pies & LoveFoto: Lukas Wohner

In Australien gibt es sie an jeder Ecke, erzählt Manuel Niazi. Die herzhaft gefüllten Pasteten aus buttrigem Mürbeteig seien von den Briten durch das Commonwealth in die ganze Welt gebracht worden. Nur nach Deutschland, das musste er nach seiner Rückkehr feststellen, hatte es die Teigtasche bis dato nicht geschafft. Gemeinsam mit seinem Freund Tammo Mamedi machte er sich daran, dies zu ändern. Nach anderthalb Jahren des Backens und (Aus-)Probierens richteten sich die beiden eine Gastro-Küche in Niazis Elternhaus ein. Seitdem machen sie den Teig dort von Hand und bringen ihn mit einer fünfzig Jahre alten manuellen Pie-Presse aus England in Form, bevor sie ihn befüllen und frosten. Es gibt Kreationen wie den „Texas Jailhouse“ mit einer Füllung aus Gulasch, Guinness-Bier, Habanero-Chili und Zartbitterschokolade. Die Pies verkaufen sie auf Berliner Märkten, wo sie sie vor Ort nur noch aufbacken müssen. Noch betreiben Niazi und Mamedi ihr Geschäft nebenbei und reinvestieren jeden Cent. Doch mittlerweile bekommen sie schon Anfragen von Marktbetreibern, die ihr kulinarisches Angebot erweitern wollen. In ein bis zwei Jahren – das ist ihr Traum – wollen sie hauptberuflich Pies backen und verkaufen, an Cafés, den Großhandel und als Catering.

Chefs: M. Niazi (26), T. Mamedi (24)

Branche: Handel

Mitarbeiter: 2

Gründungsjahr: 2013

Firmensitz: Germaniastr. 152, Tempelhof

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