Berlin, aber oho : Restaurierungszentrum für Fotografie

Gisela Harich restauriert alte Fotos.

Annika Waymann
Gisela Harich
Gisela HarichAnnika Waymann

Chef: Gisela Harich (63)
Branche: Dienstleistungen
Mitarbeiter: 1
Gründungsjahr: 2011
Firmensitz: Mitte

Mit zwölf Jahren war Gisela Harich das erste Mal in einer Dunkelkammer. Zu sehen, wie sich ein Bild entwickelt, sei wie Magie gewesen, sagt die 63-Jährige. „Und diese Magie hat mich nie mehr losgelassen.“ Im vergangenen Jahr machte sie sich mit ihrem Restaurierungszentrum für Fotografie selbständig. Derzeit kümmert sie sich um die Konservierung des Willy-Römer-Archivs im Berliner Museum für Fotografie. Manche der alten Negative geben giftige Dämpfe ab und müssen daher nach der Digitalisierung entsorgt werden. Harich hat keine Mitarbeiter, arbeitet aber bei großen Aufträgen mit anderen Freiberuflern zusammen. Auch für Privatleute restauriert sie Bilder. „Originale Fotografien und Negative erzählen Geschichten“, sagt die gelernte Fotografin. Deshalb setze sie sich für deren Erhaltung ein. Um die alten Methoden der Fotografie zu dokumentieren, hat sie in ihrer Werkstatt Arbeiten aus 170 Jahren Fotogeschichte gesammelt: Kupferplatten mit Silberbeschichtung, Fotografien auf Blech und Glasplattennegative. Annika Waymann

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