BERLIN, aber oho : Sprossenmanufaktur

Markus Fischer
Chefs: K. Schacherer, W. Funkhauser
Chefs: K. Schacherer, W. Funkhauser

„Was macht ein arbeitsloser Agraringenieur aus Schwaben, der nach Berlin geworfen wird?“, hat sich Klaus Schacherer gefragt. Der 53-Jährige kam auf Sprossen. Zusammen mit dem drei Jahre jüngeren Wolfgang Funkhauser zieht er in der eigenen Manufaktur Sprossen aus Alfalfa, Sojabohnen oder Radieschen groß. Das Saatgut wird in eine große, drehbare Trommel geschüttet und dort bewässert, bis sich die zarten Pflänzchen aus ihren Hülsen rekeln. Die Sprossen gehen dann in kleinen Paketen, Säcken oder Gemüsekisten raus, je nachdem, ob es für den Großhändler oder für den Bioladen nebenan sein soll. Bis zu 100 Kilo Sprossen liefern sie jeden Tag aus. Aber das Geschäft lief schon mal besser. Durch die Ehec-Krise im vergangenen Sommer gerieten die Sprossen in Verruf. „Für uns war das ein Totalzusammenbruch“, sagt Funkhauser. Die beiden mussten zwischenzeitlich dicht machen. Mittlerweile hat sich das Geschäft aber wieder etwas erholt. „Unsere Sprossen stehen für Gesundheit und Geschmack, darauf kann man vertrauen“, ist sich Funkhauser sicher.Markus Fischer

Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags vor.

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