BERLIN, aber oho : Talentcafé

Beate Westphal verkauft Kekse - und finanziert so eine Berufsberatung.

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Beate Westphal
Beate Westphal

Chef: Beate Westphal (42)
Branche: Handel/Dienstleistungen
Mitarbeiter: 8
Gründungsjahr: 2001
Firmensitz: Mitte

„Keksunternehmerin“ nennt sich Beate Westphal. In einem Hinterhof in Mitte backt sie „Vorstandskekse“ – Gebäck für Messen und Meetings, das sie an Unternehmen liefert. „Ich rechne in Keksen“, sagt Westphal. „Wie viele muss ich backen, um mir eine bestimmte Sache leisten zu können?“ Von dem Erlös des Keksverkaufs finanziert sie ihre eigentliche Berufung: die Berufsberatung. Mitten in ihrer Backstube steht ein großer Tisch. Hier geht die Wirtschaftspädagogin mit bis zu sechs Kunden in der Woche auf Spurensuche nach ungenutzten Talenten, die in den Ratsuchenden ruhen. Bei ihrem „Traumjob-Tüv“ klärt Westphal in neun Fragen, wie der perfekte Job aussehen müsste und was dazu noch fehlt. So verhalf sie zum Beispiel einer Hausverwalterin zum Online-Shop für Regensachen. Wer möchte, bekommt auch noch eine Beratung in „finanzieller Fitness“ dazu, damit die Selbstverwirklichung auch wirtschaftlich abgesichert ist. Westphal selbst hat ihren Traumberuf gefunden. „Mich interessiert einfach, wann jemand glücklich ist, mit dem was er tut“, sagt sie. „Vielleicht weil ich Beate heiße – die Glückliche.“


Berlin hat gut 160 000 kleine Unternehmen. Jeweils eines davon stellen wir montags bis freitags im Tagesspiegel vor.

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