Wirtschaft : Berlin-Chemie enttäuscht: Umsatzziel für 2000 nicht erreicht

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Die Berlin-Chemie hat ihr Umsatzziel für das Jahr 2000 nicht erreicht, sieht sich nach dem ersten Quartal 2001 aber auf gutem Weg. "In diesem Jahr wollen wir weit über 600 Millionen Mark Umsatz realisieren", sagte der Vorstandsvorsitzende Hansjürgen Nelde bei der Vorstellung der Bilanz am Donnerstag in Berlin. Den unerwartet niedrigen Umsatz für das abgelaufene Jahr begründete Nelde mit unsicheren gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland. Dagegen sei die Russland-Krise im Jahre 1998 bereits im Jahr 2000 "voll ausgeglichen" worden.

Die Berlin-Chemie, die seit 1992 zu der italienischen Menarini-Gruppe gehört, hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 470 Millionen Mark gesteigert. Zum Gewinn machte das Unternehmen wie schon in den Vorjahren keine Angaben. Im laufenden Jahr will das nicht börsennotierte Unternehmen sieben bis neun Produkte auf den deutschen Markt bringen, die der Mutterkonzern Menarini entwickelt habe. Im vergangenen Jahr waren es drei. Berlin-Chemie konzentriert sich auf Herz-Kreislauf-Mittel und Antidiabetika. Im laufenden Jahr werde das Unternehmen die Menarini Diagnostika in Düsseldorf übernehmen, die Blutzuckermessgerät herstelle. Zu den Kosten der Akquisition machte Nelde keine Angaben.

Mehr als die Hälfte des Umsatzes macht das ostberliner Unternehmen in Deutschland, den höchsten Zuwachs erzielte die Berlin-Chemie aber im Ausland, vorwiegend in den Ländern des ehemaligen Ostblocks. In allen GUS-Staaten gehöre die Berlin-Chemie zu den zehn führenden Anbietern, sagte Nelde, in Deutschland liege das Unternehmen auf Platz 25. Die Höhe des internationalen Umsatzes soll von 188 Millionen (2000) auf 250 Millionen Mark im laufenden Jahr gesteigert werden.

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