Wirtschaft : Berlin hinkt noch

Berlin hat im vergangenen Jahr das Schlußlicht gebildet bei der Entwicklung der Beschäftigung und der Wirtschaftsleistung.Die Zahl der Beschäftigten sank im Vergleich zu 1997 um zwei Prozent.Damit verzeichnet Berlin bundesweit den stärksten Rückgang noch vor Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 0,3 Prozent zurück.Das teilte das Statistische Landesamt am Montag mit.

In Berlin konzentrierte sich der Arbeitsplatzabbau auf den Westteil der Stadt, hier fielen drei Prozent der Arbeitsplätze weg.Vor allem im Baugewerbe der Stadt gingen Arbeitsplätze verloren.Rückgänge verzeichnete auch das verarbeitende Gewerbe und der Bereich Handel und Verkehr.Einzig bei den Dienstleistungen entstanden 18 000 neue Arbeitsplätze, das entspricht einem Anstieg um mehr als vier Prozent.Diese Branche sei seit Jahren der einzige Bereich mit Beschäftigungszuwachs in Berlin, so die Statistiker.Im gesamten Bundesgebiet dagegen wurde 1998 der seit 1991 andauernde Beschäftigungsrückgang erstmalig gestoppt.Mit 33,97 Millionen Erwerbstätigen war die Zahl kaum geringer als im Vorjahr.

Während in Berlin das Bruttoinlandsprodukt erneut sank, konnte es im Bundesgebiet um 2,8 Prozent zulegen.Der Rückgang des Berliner BIPs geht ausschließlich auf die Wirtschaftsentwicklung im Westteil der Stadt zurück.Es betrug 1998 126,7 Mrd.DM und kam zu vier Fünfteln aus den westlichen und zu einem Fünftel aus den östlichen Bezirken.

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