Wirtschaft : Berlin Hyp blickt auf erfolgreichstes Jahr zurück

Überschuß erreicht 105,5 Mill.DM / 17 DM Dividende BERLIN (cbu/HB).Die Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG (Berlin Hyp) rechnet für das Geschäftsjahr 1998 mit einem eher verhaltenen Wachstum, aber mit einem zufriedenstellenden Ergebnis.Wie Berlin-Hyp-Vorstandssprecher Klaus Landowsky berichtete, soll gleichzeitig das Auslandsgeschäft vorangetrieben werden.In der Tschechischen Republik will die Bank noch in diesem Jahr aktiv werden.Engagements in Polen und Ungarn werden geprüft.1997 hatte die Berlin Hyp eine Repräsentanz in London gegründet. Das abgelaufene Geschäftsjahr war nach den Worten Landowskys für die Berlin Hyp das bisher erfolgreichste ihrer Geschichte.Die nach eigenen Angaben viertgrößte Hypothekenbank Deutschlands (nach Deutsche Hypo, Centralboden, DG Hyp) steigerte den Zins- und Provisionsüberschuß um 24 Prozent auf 482,3 Mill.DM.Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge erhöhte sich um 34 Prozent auf 371,5 Mill.DM.Die Risikoposition mußte entgegen den Ankündigungen aus dem vergangenen Jahr nochmals angehoben werden und zwar um fast 10 Prozent auf 146,8 Mill.DM.Ursache dafür seien in erster Linie Probleme bei Sozialimmobilien wie Reha-Kliniken oder Kurhäusern, erklärte Landowsky.Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge machte 57 Prozent auf 224,7 Mill.DM gut, der Jahresüberschuß wird mit 105,5 Mill.DM (plus 14 Prozent) angegeben.Daraus soll eine unveränderte Dividende von 17 DM je 50 DM-Aktie gezahlt werden.Für 1996 wurde zusätzlich ein Bonus von 43 DM aus Fusionsgewinnen ausgeschüttet.Das Darlehensneugeschäft wurde 1997 um 3,4 Prozent auf knapp 11 Mrd.DM und damit schwächer als der Branchendurchschnitt ausgeweitet.Aufgrund der schlechten Bedingungen im Immobiliensektor verlagert sich der Schwerpunkt auf das Kommunaldarlehensgeschäft.Es erhöhte sich um 13 Prozent auf 7,1 Mrd.DM.Der Hypo-thekendarlehensbestand beträgt nun 34,7 Mrd.DM, die Bilanzsumme erhöhte sich um 12 Prozent auf 71,5 Mrd.DM. Derzeit befindet sich die Berlin Hyp zu 87 Prozent in Besitz der Bankgesellschaft Berlin AG, 10 Prozent hält die Nord/LB, drei Prozent sind im Streubesitz.Nach dem Zusammenschluß von Bankgesellschaft und Nord/LB könnte der Free-Float signifikant erhöht werden, sagte Landowsky.Denkbar sei, daß der neue Konzern seinen Anteil auf 75,1 Prozent zurückführt.

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