Berlin lautlos : Die Zukunft der Elektromobilität

Der Mai steht im Zeichen der Mobilitätstechnologie der Zukunft: Der Tagesspiegel lädt zum eMobility Summit ein und die Michelin Challenge Bibendum präsentiert einige zukunftsweisende Fahrzeuge mit Testfahrten und einer Umweltrallye.

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Noch leer. Im Mai sollen auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof E-Autos die Start- und Landebahnen füllen.
Noch leer. Im Mai sollen auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof E-Autos die Start- und Landebahnen füllen.Foto: picture-alliance/ dpa

Berlin - Wie es aussieht, wenn Berlin ein Schaufenster für Elektromobilität ist, kann die Stadt im Mai demonstrieren: erst beim Tagesspiegel und dann auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Am 16./17. Mai lädt der Tagesspiegel Wirtschaft und Politik zum eMobility Summit. Mit dabei sind unter anderem Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), Daimler-Chef Dieter Zetsche, Bahn-Chef Rüdiger Grube, der Vorsitzende der Nationalen Plattform Elektromobilität, Henning Kagermann, und der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann. Auf acht Panels werden die verschiedenen Aspekte der Technologie diskutiert.

Vom 18. bis 22. Mai zeigen dann mehr als 70 Aussteller bei der 11. Michelin Challenge Bibendum 200 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben – nicht nur batteriebetriebene Autos und Lkw, sondern auch Hybrid-, Wasserstoff- , Gas- oder Brennstoffzellenfahrzeuge – auf zwei, drei, vier oder mehr Rädern. Der französische Reifenhersteller kündigte am Donnerstag Testfahrten auf dem Tempelhof- Gelände, eine Umweltrallye rund um Berlin sowie eine Fahrzeugparade zum Brandenburger Tor an. Die im Jahr 1998 gegründete Challenge Bibendum – benannt nach dem „Michelin-Männchen“ im Firmenlogo – hatte im vergangenen Jahr in Rio de Janeiro stattgefunden. Sie wird 2011 unter anderem vom ADAC, dem VDA und Autoherstellern unterstützt.

Bis zu 40 000 Besucher werden an den Publikumstagen am 21. und 22. Mai in Tempelhof erwartet, 5000 Fachleute werden an mehr als 120 Workshops, Diskussionsveranstaltungen und Ausstellungen teilnehmen. „Wir freuen uns, dass diese weltweit renommierte Veranstaltung in Berlin stattfinden kann“, sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Donnerstag. Der Senat hofft, dass die Bundesregierung in Kürze Berlin zu ihrem nationalen Showroom erklärt, wo der Welt gezeigt werden kann, wie das Autoland Deutschland ins elektromobile Zeitalter unterwegs ist. Am 11. Mai, so hieß es am Donnerstag, wird die Nationale Plattform Elektromobilität ihren Abschlussbericht vorlegen. Während der Challenge Bibendum werde Berlin zum „Zentrum der Auseinandersetzung über die Wege zu einer neuen Mobilität“, sagte Klaus Wowereit, der mit der Veranstaltung noch eine andere Hoffnung verbindet: „Es wäre schön, wenn von hier der Impuls ausginge, dass in Berlin auch Produktion attraktiv sein kann.“

Ein kürzlich aufgelegtes Aktionsprogramm Elektromobilität enthält auch konkrete industriepolitische Ziele bis 2020: Neben dem Ausbau von Tempelhof zu einem Erlebnispark soll etwa der ab Ende 2012 stillgelegte Flughafen Tegel ein Standort für das produzierende Gewerbe werden. „Die Investoren stehen nicht Schlange“, räumte Wowereit ein. Dass Elektromobilität Wertschöpfung bedeutet, hob Patrick Oliva von Michelin hervor. Die Challenge Bibendum solle zeigen, „dass das Auto nicht nur umweltfreundlich sein, sondern auch einen aktiven und dauerhaften Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten kann“.

Anmeldung und Informationen zum Tagesspiegel eMobility Summit am 16./17. Mai unter www.tagesspiegel-forum.de

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