Wirtschaft : Berlin-Partner holt 3300 Jobs in die Stadt

Wirtschaftsförderung erwartet weiteres Plus

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Berlin - Durch die Arbeit der Wirtschaftsförderung Berlin Partner GmbH im vergangenen Jahr werden 3326 neue Arbeitsplätze in der Hauptstadt entstehen und mehr als 300 Millionen Euro an Investitionen mobilisiert. Diese Bilanz zog am Donnerstag Roland Engels, der Geschäftsführer von Berlin Partner. Gegenüber 2004 habe sich die Zahl der neuen Stellen damit mehr als verdoppelt. „Für dieses Jahr würden wir gerne die Marke von 4000 neu angesiedelten Stellen erreichen – die Chancen stehen gut“, sagte er. Dies hänge davon ab, ob das Bundesverwaltungsgericht den Ausbau des Flughafens Schönefeld genehmige.

Berlin Partner ist das neue Unternehmen, das Mitte 2005 aus dem Zusammenschluss von Wirtschaftsförderung, der Außenhandelsgesellschaft Berliner Absatz-Organisation BAO sowie des Marketing-Unternehmens Partner für Berlin hervorgegangen ist. Die Gesellschafter sind mehrheitlich private Firmen. Mit einem Etat von 14 bis 15 Millionen Euro – fünf davon kommen von der Investitionsbank Berlin (IBB) – versucht das Unternehmen, Firmen in der Hauptstadt anzusiedeln, ihnen beim Export zu helfen und Werbung für die Region zu machen. Einen Teil des Etats tragen 130 private Partner, zwei bis drei Millionen erwirtschaftet Berlin Partner selbst.

Die meisten der neuen Stellen sind Engels zufolge mit 1300 im Bereich Dienstleistungen entstanden. Danach folge der Bereich Industrie/Mobilität mit 700 Jobs. „Das zeigt, dass Berlin nach wie vor ein Produktionsstandort ist“, sagte Berlin-Partner-Chef Engels. Trotz der Probleme bei Herstellern wie CNH, JVC oder Samsung „läuft hier nichts aus dem Ruder“. Als Beispiele für erfolgreiche Ansiedlungen nannte er ein Servicezentrum des Chemiekonzerns BASF, eine neue Fabrik des Optikunternehmens Jenoptik oder den Umzug des Bertelsmann-Buchclubs nach Berlin. Nicht berücksichtigt sind in der Bilanz Unternehmen, die in die Hauptstadt kamen, ohne die Dienste der Gesellschaft in Anspruch zu nehmen.

Engels zufolge zeigt die Nachfrage nach Informationen über Themen der Außenwirtschaft, dass sich die Berliner Unternehmen zunehmend internationalisierten. In diesem Jahr könne der Export der Berliner Unternehmen um fünf Prozent zulegen, erwartet er. brö

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