Wirtschaft : Berlin setzt auf Kooperation

Gemeinsame Kursfeststellung bleibt / Stuttgart will aussteigen

BERLIN (dr).Die Berliner Wertpapierbörse wird auch weiterhin am gemeinsamen Abrechnungssystem der deutschen Wertpapierbörsen (ohne Bremen) teilnehmen.Dies erklärte auf Anfrage Börsenpräsident und Mitglied des Vorstandes der Bankgesellschaft Berlin, Leopold Tröbinger.Vorangegangen war die Nachricht, daß Stuttgart aus dem sogenannten Dachskontro aussteigen will, weil es deshalb seine Handelszeit im Amtlichen Handel von fünfeinhalb auf drei Stunden verkürzen mußte.In Rahmen des Dachskontro werden für die 100 größten deutschen Werte einheitliche Anfangs-, Kassa-, und Schlußkurse ermittelt. Auch in Berlin mußte die Handelszeit deshalb wieder verkürzt werden.Dies gilt allerdings nicht für den Freiverkehr, in dem weiterhin von 9 Uhr bis 15 Uhr 55 gehandelt wird, und in dem Berlin eine seiner Stärken sieht.Tröbinger erinnerte daran, daß Berlin im Gegensatz zu Stuttgart eine Kooperation mit drei deutschen Börsen (Frankfurt, Düsseldorf und München) eingegangen sei.Kündige man die gemeinsame Kursfeststellung, stelle Berlin auch die gesamte Kooperation in Frage.Das Dachskontro biete zudem dem Anleger den Vorteil, in Berlin so handeln zu können, als agiere er direkt über Frankfurt oder die jeweilige Heimatbörse des Dividendenpapiers.Nutze man die gemeinsame Kursfeststellung und die Kooperation intensiv, so überwögen diese Vorteile gegenüber einer verlängerten Handelszeit. Ähnlich äußerte sich auch der Geschäftsführer der Berliner Wertpapierbörse, Jörg Walter.Er bedauerte die Entscheidung Stuttgarts.

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