Wirtschaft : Berlin und Brandenburg: Zuversicht bei Firmen bezüglich der Wirtschaftslage

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Leicht optimistisch gehen die Unternehmen in Berlin und Brandenburg in das Jahr 2001. Allerdings nehmen die Unterschiede zwischen dem dynamischeren Berlin und dem brandenburgischen Umland zu, wie eine Umfrage der vier Industrie- und Handelskammern Berlin, Potsdam, Frankfurt (Oder) und Cottbus unter 1500 Unternehmen ergab, die am Dienstag in Berlin veröffentlicht wurde. "Die Wirtschaftslage und die Erwartungen sind insgesamt im zweiten Jahr in Folge im grünen Bereich", heißt es bei den Kammern. In Berlin rechnet die Kammer in diesem Jahr mit einem Wachstum von fast zwei Prozent (Vorjahr 1,3 Prozent). Für Brandenburg wollten die Kammervertreter nach 0,3 Prozent Wachstum im Jahr 2000 keine genaue Prognose abgeben. Dies hänge davon ab, ob es gelinge, weitere Investitionen an Land zu ziehen. Sie gehen jedoch von einem Wachstum aus, obwohl sich die Erwartungen der brandenburgischen Unternehmen noch einmal verschlechtert hätten. Derzeit stammen 65 Prozent der Wertschöpfung in der Region aus Berlin, nur 35 Prozent aus Brandenburg.

Als gutes Zeichen werten die vier Kammern die Tatsache, dass sich in der Industrie eine Besserung abzeichnet. Das Fehlen einer produzierenden Basis gilt als gravierende Schwachstellen in Ostdeutschland. 37 Prozent der befragten Unternehmen schätzten in diesem Sektor die Geschäftslage als gut ein - elf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Kapazitätsauslastung steige deutlich. Dieser Trend gilt auch für Brandenburg. Die Zuwächse fänden jedoch auf viel niedrigerer Basis statt. Das stabile Wachstum sorge zudem dafür, dass 23 Prozent (Vorjahr: 18 Prozent) der Firmen 2001 ihre Investitionsausgaben aufstocken wollten.

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