Wirtschaft : Berlin will bei Gesundheit spitze sein

Berlin - Berlin schickt einen HealthCare-Plan ins Rennen, Hamburg pusht die Luftfahrt, Bayern und Baden-Württemberg bewerben sich gar mit zusammen 15 Projekten. Insgesamt 38 Kooperationen von Unternehmen und Wissenschaft aus allen Bundesländern nehmen am neuen Wettbewerb „Spitzencluster“ des Bundesforschungsministeriums teil. Der überwiegende Teil stammt aus dem Süden. „Der Wettbewerb hat eine große Dynamik ausgelöst. Das habe ich in vielen Gesprächen der letzten Wochen erfahren, das zeigen auch die eingegangenen Bewerbungen“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) dem „Handelsblatt“. Stichtag für die erste Runde war der 3. Dezember.

Der Spitzencluster-Wettbewerb will Forscher und Anwender in der Wirtschaft zu einer engeren Zusammenarbeit bewegen. Mit dem Begriff „Cluster“ ist die Ballung diverser Akteure gemeint, die den ganzen Prozess von der Idee bis zu neuen Produkten realisieren können – und so am Ende mehr Wachstum schaffen. Hier kann Deutschland nach Ansicht vieler Experten noch deutlich zulegen.

„Die besten Strategien werden wir fördern, damit sie international spitze werden“, sagte Schavan. Insgesamt will der Bund die Cluster mit 600 Millionen Euro fördern. In drei Runden werden jeweils bis zu fünf Verbünde mit insgesamt 200 Millionen Euro ausgestattet. Im März 2008 werden 15 Finalisten ausgewählt, im September dann die ersten Sieger. Der Spitzencluster-Wettbewerb ist nach dem Vorbild der Exzellenzinitiative für die Hochschulen entstanden, die mit 1,9 Milliarden Euro dotiert ist. bag (HB)

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