Wirtschaft : Berlin will sich an die Spitze der Gründerbewegung setzen

BERLIN (olm).Die im September in Berlin gestarteten deutschen Existenzgründertage sollen künftig von Inhalt und Umfang her größer, bundesbezogener und internationaler werden.Zusammen mit Brandenburg will sich die Region an die Spitze der deutschen Gründungsbewegung stellen, Ideenspender für mehr Selbständigkeit sein und das Berliner Modell via Internet auch für die anderen Bundesländer attraktiver machen.

Um den öffentlichen Anteil der Kosten zu begrenzen und die wirtschaftspolitischen Anstöße effizienter vorzutragen, sind Berlin und Potsdam mit der privaten Messe- und Ausstellungsgesellschaft Lübeck mbH (M & A) eine Partnerschaft eingegangen.Mit den Erfahrungen von über 50 Messen und Ausstellungen im Jahr biete sich die M & A als kompetenter Begleiter an, sagte Wirtschaftssenator Wolfgang Branoner am Montag.Durch die Verteilung der Aufgaben werden trotz geplanter Expansion für die zweiten deutschen Existenzgründertage, die vom 7.bis 9.Mai auf einer Fläche von 2200 Quadratmetern in zwei Hallen auf dem Messegelände am Funkturm stattfinden, unverändert 240 000 DM in den Landeshaushalten ausgewiesen.

Mit 21 Gründerzentren, rund 82 000 gelungenen Neugründungen in den zurückliegenden acht Jahren und dem höchsten Gründeranteil aller Bundesländer pro Kopf der Bevölkerung sehen auch die Brandenburger in den Gründertagen eine besondere Herausforderung.Der Potsdamer Wirtschaftsstaatssekretär Michael Pieper sagte, daß sich vor dem Hintergrund steigender Erwartungen künftig nicht nur Ort, Termin und Größenordnung der Gründertage verändern werden.Auch thematisch betrete man durch das Öffnen eines "internationalen Fensters" Neuland.Schwerpunkte sind hier zunächst die Länder Osteuropas sowie die Partnerstädte Berlins und Potsdams.

Nach den Vorstellungen Branoners sollen die Gründertage, die 1999 unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministers Werner Müller stehen, zu einer Großveranstaltung ausgebaut werden.Schon im zweiten Anlauf im Mai rechnet Frank Langrock von der M & A mit 150 Ausstellern und 15 000 Besuchern, was in etwa einer Verdoppelung der alten Zahlen gleichkäme.Die M & A finanziert die Gründertage über die Eintrittsgelder (20 DM für die Tageskarte) und die Vermietung der Flächen.Als Aussteller eingeladen werden Banken, Versicherungen, Unternehmensberater, Bildungseinrichtungen und verstärkt Franchise-Geber und Dienstleister.Rahmen- und Seminarprogramm bieten hochrangig besetzte Fachvorträge und Diskussionsforen zu verschiedenen Themen rund um die Existenzgründung.Etwa ein Viertel der Aussteller kommen von außerhalb der Region.Eine überregionale Messe, auf der alle bundesdeutschen Gründeraktivitäten gebündelt werden, hält Branoner allerdings auch in Zukunft für "sehr, sehr schwer".

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