Wirtschaft : Berlin wirbt um Osteuropa

Berlin - Die Hauptstadt als Tor zu Osteuropa, als Drehscheibe im Ost-West-Handel – davon haben seit dem Mauerfall schon viele Politiker und Manager der Stadt geträumt. Nun gibt es einen weiteren Anlauf: Mit dem East-Forum, einer neuen Konferenz für Wirtschaftsdebatten rund um Ost und West, soll Berlin wieder eine stärkere Rolle im Dialog mit der aufstrebenden Region spielen. „Die Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes über die EU-Ostgrenze hinaus bleibt ein unerfülltes Versprechen. Auf dem East-Forum wollen wir diese Idee wiederbeleben“, sagte Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, am Mittwoch in Berlin. Ein Schlüssel dazu könne auch ein Freihandelsabkommen mit Russland sein. Das Land ist für die Berliner Exportunternehmen der zweitwichtigste Markt.

An diesem Donnerstag treffen sich dazu rund 200 Vertreter aus Wirtschaft und Politik aus 20 Ländern in Berlin – sie kommen unter anderem aus Weißrussland, Kirgistan, Lettland, Moldau und natürlich Russland. „Neben der geografischen Nähe hat Berlin viele historisch gewachsene enge Kontakte nach Mittel- und Osteuropa“, sagte Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU). Dies gelte es auszubauen. Die Wirtschaft dürfe „die großen Möglichkeiten der Region nicht aus dem Blick verlieren“, fügte Giuseppe Vita hinzu, Verwaltungsratschef der italienischen Bank Unicredit. brö

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