Wirtschaft : Berliner Bank ist begehrt

Noch sieben Bieter für die Bankgesellschafts-Tochter

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Berlin - Die Mittelbrandenburgische Sparkasse (MBS) in Potsdam ist einer der sieben übrig gebliebenen Bieter für die Berliner Bank. „Wir gehören noch dazu“, sagte MBS-Vorstandschef Walter Schubert am Donnerstag bei der Vorlage der Jahreszahlen in Berlin. Schubert hat für die Finanzierung des Kaufs Zusagen von Verbundpartnern der Sparkassen-Finanzgruppe erhalten, die sich mit stillen Einlagen oder Genusskapital beteiligen wollen. Dazu gehörten Versicherungen und Versorgungswerke, sagte Schubert. Auch aus Baden-Württemberg sei ihm finanzielle Hilfe angeboten worden.

Für die Tochter der Bankgesellschaft Berlin steht die Kreditwirtschaft Schlange. Der Preis soll sich dem Vernehmen nach zwischen 400 Millionen Euro und 500 Millionen Euro bewegen. Der Verkauf der Berliner Bank gehört zu den Auflagen, die die Brüsseler EU-Kommission der Bankgesellschaft auferlegte. Im Gegenzug gab es grünes Licht für milliardenschwere Beihilfen des Landes Berlin, das an dem Institut rund 81 Prozent der Anteile hält. Voraussichtlich im Juni soll der Verkaufsprozess abgeschlossen sein. Anfangs hatten sich 22 Interessenten für die Berliner Bank gemeldet. Mittlerweile hat der Konzernvorstand die Zahl der Konkurrenten auf sieben verringert.

„Wir werden uns massiv anstrengen, um die Berliner Bank zu erwerben“, kündigte Schubert an. Eine Arbeitsplatzgarantie für die 1200 Mitarbeiter sei selbstverständlich, da die Sparkasse im Gegensatz zu den meisten Bewerbern nicht in Berlin vertreten sei. Mit einer Bilanzsumme von 7,7 Milliarden Euro ist die MBS die drittgrößte Sparkasse in den ostdeutschen Ländern.fmd/HB

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