Wirtschaft : Berliner Baudienstleister MVS noch tief in der Krise

BERLIN (olm).Trotz der eingeleiteten Umbaumaßnahmen schließt der Berliner Baudienstleister MVS (Miete, Vertrieb, Service AG) das Geschäftsjahr 1998 mit einem Verlust von 59,5 Mill.DM ab.Der Umsatz betrug 413,8 Mill.DM nach 515 Mill.DM im Vorjahr.Wie Vorstandsmitglied Eckard Krone am Donnerstag sagte, werde auch 1999 der Sprung in die Gewinnzone nicht zu schaffen sein.Im ersten Quartal gab es einen Verlust von 10,2 Mill.DM.Das sei zwar eine Halbierung gegenüber dem Vorjahr, sagte Krone.Doch erst im nächsten Jahr rechnet er wieder mit einem positiven Ergebnis.Für das vergangene Geschäftsjahr soll keine Dividende gezahlt werden.

Zu den wichtigsten Kostensenkungsmaßnahmen zählt die Reduzierung der Mitarbeiterzahl um 341 auf 1343, der Abbau der Niederlassungen von 121 auf 87 sowie der Verkauf des Geschäftsbereiches Containervermietung.Mit dem Erlös und den im neuen Gebrauchtmaschinenzentrum erzielten Gewinnen konnten die Bankverbindlichkeiten nach Aussage Krones um 100 Mill.DM reduziert werden.Die Rückstellungen für drohende Verluste wurden durch eine Aufstockung um elf Mill.DM auf 26 Mill.DM erhöht.Wie Vorstandschef Sigurd Schönherr sagte, stehe sein Unternehmen innerhalb der Branche in einem Liquiditätswettbewerb.Dank stiller Reserven und einem Eigenkapital von jetzt noch 85,7 Mill.DM - knapp 45 Mill.DM wurden zum Ausgleich der Verluste verwendet - sei genügend Substanz da, um zu überleben.Beim Börsengang 1995 habe man sich auf Prognosen verlassen, die einen lang anhaltenden Aufschwung vorausgesagt hatten.Damit seien Erwartungen geweckt worden, die vor dem Hintergrund der schlechten Baukonjunktur nicht zu decken gewesen seien.

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