Wirtschaft : Berliner Bündnis für weniger "Umweltbürokratie"

BERLIN (mot).In Berlin sollen künftig nach dem Willen des Senats "Umweltstandards mit weniger Umweltbürokratie" erreicht werden.Zu diesem Zweck unterzeichneten am Montag Umweltsenator Peter Strieder und die Berliner Wirtschaft eine branchenübergreifende Umweltallianz.Dem Bündnis gehören neben der Senatsverwaltung für Umweltschutz die Industrie- und Handelskammer, die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg und die Handwerkskammer Berlin an.Nach den 1997 und 1998 geschlossenen Umweltallianzen zwischen dem Umweltsenator und der Chemischen Industrie sowie der Metall- und Elektroindustrie gewährt die am Montag unterzeichnete Vereinbarung allen Unternehmen, die über ein anerkanntes Umweltmanagementsystem verfügen, Erleichterungen bei der Genehmigung und Überwachung von Umweltvorschriften.

Die Umweltallianz mache den Standort Berlin attraktiver, ohne daß Abstriche bei der Einhaltung hoher Umweltstandards gemacht werden müßten, sagte Strieder bei der Unterzeichnung.Die Einführung von Umweltmanagementsystemen stoße auf wachsendes Interesse.Mit der Einführung eines Managementsystems seien häufig Einsparungen beim Wasser- und Energieverbrauch sowie eine Reduzierung der Abfallmengen und Schadstoffemissionen verbunden.Allein den EG-Öko-Audit-Standard nutzen in Berlin bereits 53 Unternehmen mit insgesamt rund 18 000 Beschäftigten.

Unterdessen nahm am Montag in Berlin ein Kompetenzzentrum Umwelt die Arbeit auf.Das im Herbst 1998 gegründete Netzwerk soll die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen im Umweltbereich stärken und Arbeitsplätze schaffen, wie Arbeitssenatorin Gabriele Schöttler sagte.Nach ihren Angaben sind 600 Berliner Betriebe mit 50 000 Beschäftigten in der Umweltbranche tätig.An dem Netzwerk sind 15 Anbieter von Technologien und Dienstleistungen im Bereich Umweltschutz beteiligt.Sie wollen bei der Entwicklung neuer Forschungs-, Marketing- und Vertriebsstrategien sowie der Weiterbildung der Mitarbeiter ihre Kompetenzen bündeln.Träger des Projekts ist das Ökotec-Institut für angewandte Umweltforschung.Das Netzwerk wird bis Mitte kommenden Jahres von der Senatsarbeitsverwaltung mit 570 000 DM und vom Europäischen Sozialfonds mit 830 000 DM gefördert.

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