Berliner Büromarkt : Durchschnittspreis steigt auf 12,30 Euro

Obwohl 1,4 Millionen Quadratmeter leer stehen, ist der Berliner Büroflächenmarkt stabil. Die Spitzenmiete verharrt derzeit bei 22,25 Euro für den Quadratmeter.

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uf dem Berliner Immobilienmarkt wird wieder prächtig verdient. Das gilt für Wohnungen ebenso wie für Bürogebäude. "Der Berliner Büromarkt verzeichnete das beste Ergebnis für die ersten sechs Monate seit zehn Jahren", teilte der Immobilienkonzern DTZ am Montag. mit. Zwar blieb die Spitzenmiete mit 22,25 Euro je Quadratmeter unverändert, aber die Durchschnittsmiete erhöhte sich um 80 Cent auf 12,30 Euro gegenüber dem ersten Halbjahr 2013. "Der Berliner Büromarkt befindet sich insgesamt in einer guten Verfassung", meinte DTZ-Manager Yvo Postleb, weil die Stadt "über eine große Branchen- und Unternehmensgrößenvielfalt verfügt, die eine solide Grundlage für einen lebhaften Vermietungsmarkt darstellen". Dennoch seien keine größeren Mietsteigerungen zu erwarten. Berlin habe in allen Qualitätsklassen ein ausreichendes Angebot.

Das wird auch an der Leerstandsquote von 7,8 Prozent deutlich. Alles in allem standen im zweiten Quartal 1,41 Millionen Quadratmeter leer, das waren kaum weniger als im ersten Quartal. Insgesamt verfügten derzeit die zentralen Bürolagen über eine Flächenangebot von 514 000 Quadratmetern, die sonstigen Stadtlagen kommen auf fast 900 000 Quadratmeter. "Das größte Flächenangebot findet sich mit fast 335 000 Quadratmetern in Berlin Ost", schreibt die DTZ. Alles in allem wurden im ersten Halbjahr gut 315 000 Quadratmeter neu vermietet. Die zuletzt größte Anmietung geht auf die KfW Bankengruppe zurück, die am Reichpietschufer 9500 Quadratmeter mietete.

Ein Großteil des Flächenumsatzes im ersten Halbjahr entfiel auf die beiden unteren Mietpreisklassen zwischen fünf und 9,99 Euro je Quadratmeter und Monat (fast 100 000 Quadratmeter) und 10 bis 14,99 Euro (gut 108000 Quadratmeter). Zusammen deckten die beiden Klassen fast 70 Prozent der Neuvermietungen ab. Verträge für Monatsmieten unterhalb von fünf Euro je Quadratmeter spielten nahezu keine Rolle, Monatsmieten von mindestens 15 Euro je Quadratmeter wurden für knapp 30 Prozent des Flächenumsatzes vereinbart. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 hat sich das Volumen in dieser Preisklasse verdoppelt, während es in der Klasse fünf bis 14,99 Euro nur um 25 Prozent stieg, teilte DTZ mit. 

In den ersten sechs Monaten kamen mit 78 000 Quadratmetern nur relativ wenig Flächen durch Neubau oder Kernsanierung zusätzlich auf den Berliner Markt. Größtes Projekt im zweiten Quartal war das Bikini Berlin in Charlottenburg zwischen Gedächtniskirche und Zoo. Im zweiten Halbjahr werden die Fertigstellungen nach Einschätzung der DTZ-Experten "deutlich anziehen", fast 170 000 Quadratmeter sollen dann neu bezugsfertig werden. Allerdings sind davon nur noch 45 Prozent zu haben. In Objekten, die derzeit gebaut werden und 2015 auf den Markt kommen sollen, können noch rund 82 000 gemietet werden. Aktuell sind in Berlin gut 530 000 Quadratmeter in Bau. Ein wesentlicher Anteil davon entfällt auf den Staat, konkret die Neubauten für das Innen- und das Bildungsministerium sowie die Megabaustelle des Bundesnachrichtendienst.

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