Wirtschaft : Berliner Dienstleister expandieren

Gegenbauer und Dussmann schaffen neue Jobs

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Berlin - Zwei Berliner Dienstleistungsunternehmen sind auf Expansionskurs: Während Dussmann in Süddeutschland neue Altenheime eröffnen möchte, will der Gebäudereiniger Gegenbauer in Berlin neue Jobs schaffen.

Kursana, der zweitgrößte Geschäftsbereich der Berliner Dussmann-Gruppe, will in den kommenden Jahren Marktführer bei der Betreuung und Pflege von Senioren werden und pro Jahr fünf neue Häuser eröffnen. Derzeit betreut Kursana in 80 Domizilen und Residenzen 10 500 Senioren. Der Schwerpunkt des Wachstums werde in Bayern und Baden-Württemberg liegen, weil dort der Bedarf am größten sei, sagte Thomas Greiner, Kursana-Geschäftsführer und Dussmann-Vorstand, am Dienstag in Berlin. Im Blickfeld liegen auch Österreich und die Schweiz, wo Kursana insgesamt vier Häuser betreibt.

Die Zahl der Mitarbeiter von derzeit 4100 in Deutschland und 4500 in der Gruppe soll um jährlich 350 steigen. Zunehmen soll auch die Anzahl der Beschäftigten in der Berliner Zentrale mit jetzt rund 50 Mitarbeitern. In Berlin führt Kursana drei Häuser, weitere fünf in Brandenburg. Noch 2006 soll ein weiteres in Potsdam eröffnet werden.

Schwerpunkt werden in Zukunft die Domizile sein, für weitere Residenzen, die qualitativ aufwändigsten und damit teuersten Häuser, sei der Markt zu klein, sagte Greiner weiter. Rund 80 Prozent der Senioren, die in Dussmann-Häusern leben, sind Selbstzahler. Als Durchschnittspreis für einen Platz gab Greiner rund 2500 Euro im Monat an. 1100 Euro davon trägt meist die Pflegeversicherung. Zur Rendite, die Kursana bei einem Umsatz von zuletzt 420 Millionen Euro im Jahr erwirtschaftet, äußerte sich Greiner nicht direkt. Er verwies darauf, dass die Konkurrenz diese mit rund sechs Prozent angebe. Die Personalkosten liegen zurzeit bei etwa 42 Prozent der Kosten pro Haus.

Die Unternehmensgruppe Gegenbauer expandiert ebenfalls – aber in Berlin. Der Dienstleistungsanbieter im Gebäude- und Reinigungsmanagement will in den kommenden Monaten zwischen 60 und 100 neue Arbeitsplätze schaffen, gab der Vorstandsvorsitzende Christian Lewandowski bei der Vorstellung der Jahreszahlen bekannt. Im zurückliegenden Geschäftsjahr konnte der Konzern seinen Umsatz von 281,8 auf 300,5 Millionen Euro steigern. Das entspricht einem Wachstum von 6,6 Prozent.

Besonders erfreulich sei die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen, so Lewandowski. Bundesweit wurden rund 600 neue Arbeitsplätze geschaffen, davon etwa 60 in Berlin. Mit insgesamt mehr als 12 000 Beschäftigten konnte das Unternehmen damit seinen Status als zehntgrößter Arbeitgeber „zwischen Karstadt und Schering“ behaupten.

Auch 2006 soll der Umsatz steigen. Das Management peilt hier ein Wachstum zwischen sechs bis acht Prozent auf etwa 320 Millionen Euro an. Bis Ende des Jahrzehnts sollen die Jahresumsätze sogar auf 500 Millionen ansteigen. Ursprünglich sollte dieses Ziel bis zum Jahr 2008 umgesetzt werden. ysh/dr

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