Wirtschaft : Berliner Feuersozietät flirtet mit den Sparkassen Versicherung will Vertriebskooperation ausbauen

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Berlin – Das Berliner Versicherungsunternehmen Feuersozietät und die Lebensversicherungsgesellschaft Öffentliche Leben (Potsdam) wollen im nächsten Jahr die Verlustzone verlassen. „Unser Ziel ist es, spätestens 2006 eine schwarze Null zu schreiben“, sagte Vorstandsmitglied Robert Heene am Freitag in Berlin.

Die beiden einstigen Landesunternehmen waren Anfang 2004 mehrheitlich an die Versicherungskammer Bayern verkauft worden. Der Absturz der Börsenkurse, Wetterkatastrophen und das Engagement im Rückversicherungsgeschäft hatten zuvor ein Finanzloch von 46 Millionen Euro verursacht, für das Berlin und Brandenburg geradestehen mussten. Eine komplette Abwicklung der Feuersozietät hätte die Landeskassen nach damaligen Berechnungen bis zu 50 Millionen Euro gekostet. Daher hatte man das Erstversicherungsgeschäft ausgegliedert und privatisiert. Die Rückversicherungsrisiken sind jedoch in der alten Versicherungsanstalt und damit bei den Ländern verblieben.

Die privatisierten Versicherer scheinen jetzt wieder Boden unter den Füßen zu haben. Das vergangene Geschäftsjahr haben sie zwar noch mit einem Minus von 25 Millionen Euro abgeschlossen. Doch Vorstandschef Frederic Roßberg ist überzeugt, dass die Wende geschafft ist. Bei der Kfz und bei der Wohngebäudeversicherung habe man sich von schlechten Risiken im Umfang von fünf Millionen Euro getrennt. Zudem haben die Unternehmen von den neuen Eigentümern eine Finanzspritze von 40 Millionen Euro bekommen. Mit neuen Versicherungsprodukten hofft Roßberg, weitere Marktanteile gewinnen zu können. Zudem soll der Vertrieb weiter ausgebaut werden.

Intensiviert werden soll vor allem die Zusammenarbeit mit dem wichtigsten Vertriebspartner, den Sparkassen. Die Kooperation mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse soll gestärkt werden. Die Landesbank Berlin verkauft zwar nach wie vor Versicherungsprodukte des Konkurrenten Gothaer, doch wollen Feuersozietät/Öffentliche Leben hier künftig alle Geschäfte abdecken, die die Gothaer nicht zeichnet. So bietet die Öffentliche Leben über die Landesbank bereits jetzt eine betriebliche Altersvorsorge (Entgeltumwandlung) für alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes an. hej

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