Wirtschaft : Berliner gehen in den USA einkaufen Medizintechnikfirma Eckert & Ziegler legt zu

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Berlin - Ein ehrgeiziges Ziel gab Andreas Eckert, Mitgründer des Berliner Medizintechnikunternehmens Eckert & Ziegler, aus. „Ich hoffe, dass wir bald in den Tec-Dax aufgenommen werden“, sagte der Firmenchef am Mittwoch bei der Bilanzvorlage. Dort präsentierte das Unternehmen, das 1997 in Berlin gegründet wurde, neue Bestmarken: Der Umsatz, der 2009 zum ersten Mal die 100-Millionen-Euro-Marke geknackt hatte, stieg 2010 um zehn Prozent auf 111 Millionen Euro, der Gewinn nach Steuern legte gar um 26 Prozent auf 9,4 Millionen Euro zu. Den größten Zuwachs verzeichnete Eckert & Ziegler im Segment Industrie- und Messtechnik – das Kerngeschäft der Firma – in dem die Umsätze von 46,3 auf 50,8 Millionen Euro hochgingen.

Eckert & Ziegler ist einer der weltgrößten Anbieter von Komponenten für die Strahlentherapie und die Nuklearmedizin und stellt unter anderem Messgeräte und Radiopharmaka wie Kontrastmittel her. Dazu bietet es Umweltdienste wie die Aufarbeitung und Entsorgung schwach radioaktiver Abfälle an.

Bei der Prognose für 2011 blieb das Unternehmen, das in Berlin rund 250 seiner 550 Mitarbeiter beschäftigt, vorsichtig und erwartet Umsätze von 110 bis 120 Millionen Euro. Das Ergebnis soll mindestens auf zehn Millionen Euro steigen. Eckert & Ziegler will in diesem Jahr auch durch Zukäufe wachsen. Bereits 2009 hatten die Berliner den Braunschweiger Wettbewerber Nuclitec mit rund 120 Mitarbeitern übernommen. Nun ist die Übernahme des Implantateherstellers Theragenics aus Atlanta geplant, um die Präsenz auf dem US-Markt zu stärken. Noch gibt es nur einen Standort in Los Angeles mit 96 Mitarbeitern. Jahel Mielke

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