Berliner Handwerk : In allerbester Stimmung

Die Frühjahrsumfrage des Berliner Handwerks bringt Erstaunliches zu Tage: Die Stimmung ist fast so gut wie seit 20 Jahren nicht mehr.

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Uns geht es super! Berlins Handwerkskammerpräsident Stephan Schwarz über die Ergebniss der Frühjahrsumfrage seiner Organisation.
Uns geht es super! Berlins Handwerkskammerpräsident Stephan Schwarz über die Ergebniss der Frühjahrsumfrage seiner Organisation.Foto: picture-alliance

Klappern gehört zum Handwerk und Klagen bisweilen auch. Doch die Frühjahrsumfrage der Berliner Handwerkskammer lässt das nicht zu, im Gegenteil. „Unsere Erwartungen wurden weit übertroffen“, freute sich Handwerkspräsident Stephan Schwarz am Mittwoch. An den „großartigen Zahlen von 2012 sind wir nur knapp vorbeigeschrammt, und 2012 hatten wir das beste Ergebnis seit rund 20 Jahren“. Die aktuelle Situation, Auftragslage und Erwartungen an die kommenden Monate sind so gut, dass Schwarz das „Berliner Handwerk im Höhenflug“ sieht. Mit positiven Effekten auf den Arbeitsmarkt, denn mehr als ein Viertel aller Betriebe suche derzeit Personal.

Die Handwerkskammer Berlin zählt rund 30 000 Mitglieder mit 190 000 Beschäftigten und 13 000 Azubis. Vor allem im Ausbaugewerbe macht sich die rege Bautätigkeit in der Stadt bemerkbar, hier ist derzeit die Auftragslage besonders gut. Am wenigsten zufrieden äußerten sich in der Befragung die Betriebe aus dem Kfz-Handwerk, doch immer geht es auch hier – im Vergleich zum Vorjahr – aufwärts. Obwohl das Handwerk ein paar hundert Ausbildungsplätze nicht besetzen kann, aktuell gibt es 500 freie Lehrstellen, ist die Zahl der Ausbildungsplätze insgesamt rückläufig. „Es wird immer schwieriger, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen“, sagte Kammergeschäftsführer Jürgen Wittke.

Er knöpfte sich die öffentliche Hand vor, die bei der Auftragsvergabe so bürokratisch geworden sei, dass immer mehr Handwerker auf Bewerbungen um öffentliche Aufträge verzichten. Und energiepolitisch tue der Senat viel zu wenig, was negative Folgen für das Handwerk als den „offiziellen Ausrüster der Energiewende“ habe. Doch das sind Kleinigkeiten. Alles in allem „geht es dem Berliner Handwerk ausgezeichnet“.

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